Vergleich: gesetzliche und private Krankenversicherung

KriteriumGesetzlich (GKV)Privat (PKV)
FinanzierungSolidarprinzip im Umlageverfahren, es werden keine Alterungsrückstellungen gebildet.Kalkulation nach dem individuellen Risiko, ein Teil des Beitrags wird als Alterungsrückstellung für das Alter zurückgelegt.
BeitragsbemessungDer Beitrag richtet sich nach dem Einkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze. Darüber bleibt er gleich.Der Beitrag richtet sich nach Eintrittsalter, Gesundheitszustand und gewähltem Tarif, nicht nach dem Einkommen.
LeistungskatalogDer Leistungskatalog ist einheitlich gesetzlich festgelegt und für alle Kassen weitgehend gleich.Der Leistungsumfang hängt vom gewählten Tarif ab und kann deutlich über dem gesetzlichen Niveau liegen.
FamilieEhepartner ohne eigenes Einkommen und Kinder sind beitragsfrei mitversichert.Jede Person benötigt einen eigenen Vertrag mit eigenem Beitrag, eine beitragsfreie Familienversicherung gibt es nicht.

FAQ

Wie berechnet sich der Beitrag in der GKV?

Die Beiträge setzen sich aus dem allgemeinen Beitragssatz von 14,6 Prozent und dem Zusatzbeitrag der jeweiligen Krankenkasse zusammen. Beide werden auf das beitragspflichtige Einkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze erhoben.

Der durchschnittliche Zusatzbeitrag ist über die Jahre deutlich gestiegen und liegt 2026 bei 2,9 Prozent. Dazu kommt die Pflegeversicherung mit 3,6 Prozent, kinderlose Versicherte ab dem 23. Lebensjahr zahlen 4,2 Prozent.

Wer trägt den Beitrag allein?

Angestellte teilen den Beitrag hälftig mit dem Arbeitgeber, das gilt seit einigen Jahren auch für den Zusatzbeitrag.

Selbstständige und Freiberufler sind meist freiwillig versichert und tragen den vollen Beitrag selbst. Für sie gilt eine Mindestbemessung, sodass selbst bei geringem Gewinn ein Mindestbeitrag fällig wird. Rentner zahlen auf die gesetzliche Rente und Betriebsrente einen hälftigen Beitrag, auf weitere Einkünfte unter Umständen den vollen Satz.

Was sind Höchstbeitrag und Beitragsbemessungsgrenze?

Die Beitragsbemessungsgrenze markiert die Obergrenze des Einkommens, bis zu der Beiträge erhoben werden. Einkommen darüber bleibt beitragsfrei.

Daraus ergibt sich der Höchstbeitrag, den freiwillig versicherte Selbstständige ohne Kinder 2026 mit rund 1.261 Euro im Monat einschließlich Pflegeversicherung erreichen. Angestellte zahlen davon die Hälfte selbst, weil der Arbeitgeber den Rest übernimmt.

Worauf sollte ich beim Vergleich gesetzlich gegen privat achten?

Die gesetzliche Krankenkasse arbeitet nach dem Solidarprinzip und finanziert die Leistungen im Umlageverfahren, sie bildet also keine Alterungsrückstellungen. Die private Krankenversicherung kalkuliert nach dem Risiko und legt Kapital für das Alter zurück.

Wer die Wahl hat, sollte nicht nur den heutigen Beitrag vergleichen, sondern auch Familienplanung, Gesundheitszustand und die Entwicklung über die Jahre.

Welche GKV-Themen gibt es im Überblick?

Die Detailseiten erklären Beiträge, Grenzen und Sonderfälle der gesetzlichen Krankenversicherung im Einzelnen.

ThemaWas die Seite klärt
Kosten der GKVBeitragssätze und Sonderfälle
HöchstbeitragHöhe, Berechnung und Entwicklung
Freiwillig gesetzlich versichertWer dazugehört und was es kostet
BeitragserhöhungMechanik und Sonderkündigungsrecht
Gesetzlicher ZuschlagDer Zehn-Prozent-Aufschlag in der PKV
ZusatzbeitragHöhe und Spannweite
WettbewerbsstärkungsgesetzHintergrund und Auswirkungen

Wie hoch ist der Beitrag in der gesetzlichen Krankenversicherung?

Er liegt bei 14,6 Prozent des Einkommens plus dem Zusatzbeitrag der Kasse, 2026 im Schnitt 2,9 Prozent, dazu die Pflegeversicherung. Der Höchstbeitrag für freiwillig Versicherte ohne Kinder erreicht rund 1.261 Euro im Monat einschließlich Pflege.

Kann ich den GKV-Beitrag senken?

Ja, etwa durch den Wechsel zu einer Krankenkasse mit niedrigerem Zusatzbeitrag, durch Wahltarife mit Selbstbehalt oder bei Selbstständigen durch den Nachweis eines geringeren Gewinns. Eine beitragsfreie Familienversicherung senkt die Kosten zusätzlich.

Wann lohnt sich der Wechsel der Krankenkasse?

Vor allem, wenn die eigene Kasse den Zusatzbeitrag erhöht oder eine andere Kasse spürbar günstiger ist. Liegt das Einkommen nahe der Beitragsbemessungsgrenze, wirkt sich der Unterschied am stärksten aus.

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