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Wichtige Tipps für Rechtsanwälte

Rechtsanwälte sollten den Wechsel in die private Krankenversicherung gut abwägen. Die wichtigsten Punkte vor Ihrer Entscheidung.

01

Freien Zugang nutzen

Als selbstständiger Rechtsanwalt wechseln Sie unabhängig vom Einkommen in die private Krankenversicherung. Eine Einkommensgrenze wie bei Angestellten gilt für Sie nicht.

02

Einkommensunabhängiger Beitrag

Ihr Beitrag steigt nicht mit dem Kanzleiumsatz. Anders als der freiwillige gesetzliche Beitrag bleibt er auch in guten Jahren stabil und planbar.

03

Versorgungswerk und Krankenversicherung trennen

Über das Versorgungswerk sind Sie für die Rente abgesichert, die Krankenversicherung planen Sie getrennt. Beides sollte sauber aufeinander abgestimmt sein.

04

Versorgungswerk und GKV im Rentenalter kann teuer werden

Rechtsanwälte werden in der GKV im Rentenalter in der Regel als freiwilliges Mitglied geführt. Das kann teuer werden, denn Sie müssen als freiwilliges Mitglied auf alle Einkunftsarten (Bezüge aus dem Versorgungswerk, Betriebsrenten, Kapitalerträge, Mieterträge etc.) GKV-Beitrag zahlen.

05

Achtung bei Reha/Kur

Das Versorgungswerk bietet keine optimale Absicherung im Bereich Reha/Kur, daher berücksichtigen Sie diese Leistung immer in Ihrem PKV-Tarif.

Vergleich: Gesetzlich oder privat versichern für Rechtsanwälte?

Eine neutrale Gegenüberstellung der beiden Versicherungssysteme für Rechtsanwälte.

KriteriumGesetzlich (GKV)Privat (PKV)
BeitragFreiwillig Versicherte zahlen einkommensabhängig bis zur Beitragsbemessungsgrenze, oft schnell den Höchstbeitrag.Wird anhand von Gesundheitszustand, Eintrittsalter und Leistungsumfang kalkuliert, unabhängig vom Umsatz.
FamilieNicht erwerbstätige Ehepartner und Kinder sind beitragsfrei mitversichert.Jede Person benötigt einen eigenen Vertrag und zahlt einen eigenen Beitrag.
LeistungenGesetzlich definierte Versorgung auf ausreichendem, zweckmäßigem und wirtschaftlichem Niveau.Individuell gestaltbarer Vertrag mit garantierten und oft umfangreicheren Leistungen.
Beiträge im AlterAufgrund der Versorgungswerkrente meist als freiwilliges Mitglied eingestuft, dadurch Beiträge auf alle Einkunftsarten.Beitrag unabhängig von den Einkünften.

Praxisbeispiele aus unserer Beratung

Echte Situationen, die zeigen, wie individuell die richtige Lösung aussieht.

Eigene Kanzlei mit 34

Mit niedrigem Einstiegsbeitrag in einen leistungsstarken Tarif gewechselt, unabhängig vom späteren Umsatz.

Wechsel vom Syndikus in die Selbstständigkeit

Die private Versicherung lief ohne Lücke weiter, nur der Arbeitgeberzuschuss entfiel planmäßig.

Längerer Ausfall

Ein Krankentagegeld ab dem 15. Tag deckte laufende Kanzleikosten und Lebensunterhalt während einer Erkrankung.

Versorgungswerk: Nachteile im Alter bei der GKV

Das Versorgungswerk spielt eine entscheidende Rolle im Leben eines Rechtsanwalts. Als spezielle Einrichtung für freie Berufe stellt es sicher, dass die Mitglieder im Alter gut versorgt sind. Im Hinblick auf die Krankenversicherungsbeiträge im Rentenalter hat die Mitgliedschaft jedoch einen erheblichen Nachteil.

Die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Kasse im Rentenalter kann als freiwilliges Mitglied oder als Pflichtmitglied in der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) erfolgen. Mitglieder der KVdR zahlen nur auf bestimmte Einkünfte Beiträge, insbesondere auf die gesetzliche Rente, während Mieten oder Kapitalerträge beitragsfrei bleiben. Voraussetzung für die KVdR ist unter anderem, dass die Person in der zweiten Hälfte des Erwerbslebens mindestens neun Zehntel der Zeit gesetzlich versichert war und eine gesetzliche Rente bezieht.

Weil Rechtsanwälte ins Versorgungswerk und nicht in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen, werden sie im Rentenalter in der Regel als freiwilliges Mitglied geführt. Freiwillig Versicherte zahlen auf alle Einkunftsarten Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge. In Verbindung mit der oft höheren Versorgungswerkrente führt das dazu, dass im Rentenalter häufig der Höchstbeitrag von rund 1.000 Euro anfällt, allein zu tragen, denn Versorgungswerke gewähren keinen Zuschuss zu den Krankenversicherungsbeiträgen. Die private Krankenversicherung bleibt dagegen einkommensunabhängig.

Wie viel kostet die private Kranken­versicherung für Rechtsanwälte?

Die private Krankenversicherung kostet für Rechtsanwälte ab rund 300 Euro. Als Selbstständiger tragen Sie den Beitrag allein, dafür ist er unabhängig vom Umsatz. Tarife auf gutem medizinischem Niveau liegen bei etwa 550 bis 650 Euro im Monat, ein Krankentagegeld kommt je nach Höhe hinzu.

Mit welchen monatlichen Beiträgen muss in der GKV und der PKV gerechnet werden?

Freiwillig gesetzlich Versicherte zahlen einkommensabhängig und erreichen mit höherem Umsatz schnell den Höchstbeitrag von bis zu rund 1.200 Euro im Monat inklusive Pflegeversicherung, ohne Arbeitgeberzuschuss. In der privaten Krankenversicherung gibt es solide Tarife ab rund 500 Euro im Monat. Ein Krankentagegeld wird zusätzlich kalkuliert.

Wie entwickeln sich die Beiträge langfristig?

Langfristig ist von steigenden Beiträgen auszugehen. Seit 2016 stiegen die Beiträge in der PKV um durchschnittlich 3,30 Prozent pro Jahr, in der GKV um 3,90 Prozent. Da kein Arbeitgeber den Beitrag abfedert, zählt eine solide Kalkulation. Wir achten daher besonders auf Beitragsstabilität.

Wie bleiben die Kosten im Alter beherrschbar?

Der Beitrag wird unabhängig vom Einkommen kalkuliert, das hilft, wenn die anwaltliche Tätigkeit ausläuft. Alterungsrückstellungen federn die Beiträge ab, der gesetzliche Beitragszuschlag von 10 Prozent entfällt ab dem 60. Lebensjahr. Über einen Beitragsentlastungstarif senken Sie den Beitrag im Ruhestand gezielt.

Wie kann ich Beiträge reduzieren?

Ein Selbstbehalt passt gut zu Anwälten mit Rücklagen und senkt den Beitrag. Über einen internen Tarifwechsel nach § 204 VVG lässt sich oft sparen, ohne den Versicherer zu wechseln und ohne Verlust der Alterungsrückstellungen. Auch die Höhe des Krankentagegelds sollte zum Bedarf passen.

Rechenbeispiel Rechtsanwalt · 34 Jahre · Komforttarif
ParameterIst-Stand (freiwillige GKV)Soll-Stand (PKV)Differenz
Monatlicher Beitrag1.017,19 €540 €− 475 €
Arbeitgeberanteilkeinerkeinergleich
Eigenanteil brutto1.017,19 €540 €− 475 €
Jahresgesamtkostenrund 12.200 €6.480 €− 5.700 €

Beispielrechnung auf Basis von Durchschnittstarifen. Der freiwillige GKV-Beitrag hängt vom Einkommen ab. Individuelle Faktoren wie Gesundheitszustand und Tarifwahl beeinflussen das Ergebnis.

Top-Tarife im Vergleich

Drei Leistungsstufen, damit Sie genau das absichern, was Ihnen wichtig ist.

Basis Schutz

ab 280 € / Monat

  • Günstiger Einstiegstarif
  • Leistungen auf gesetzlichem Niveau
  • Planbarer, einkommensunabhängiger Beitrag

Premium Schutz

ab 640 € / Monat

  • Komplettpaket mit Chefarztbehandlung und hohen Übernahmesätzen
  • Höchste Erstattung
  • Umfassendes Krankentagegeld
Zum Tarifrechner

Alle Preisangaben sind Beispielrechnungen auf Basis eines 30-jährigen Angestellten ohne Vorerkrankungen.

Welche Leistungen sind für Rechtsanwälte wichtig?

Beliebte Leistungsbausteine, die Sie bei Ihrer privaten Krankenversicherung wählen können.

Zahnbehandlung und Zahnersatz

Die PKV sollte hohe Kosten für Zahnbehandlungen, Kronen, Implantate und anderen Zahnersatz zu mindestens 80 % übernehmen.

Chefarztbehandlung und Einzelzimmer

Oft ein Kostentreiber: Wie wichtig sind Ihnen diese Leistungen? Das ist eine persönliche Entscheidung.

Vorsorgeuntersuchungen

Die PKV sollte die wichtigen Vorsorgeuntersuchungen ohne Einschränkungen erstatten.

Heilmittel

Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie sollten ohne enge Leistungsbegrenzungen erstattet werden, damit ein Ausfall in der Kanzlei kurz bleibt.

Reha und Kur

Das Versorgungswerk der Rechtsanwälte deckt Reha- und Kurmaßnahmen nicht optimal ab. Diese Leistung gehört deshalb in Ihren PKV-Tarif.

Hilfsmittel

Die PKV sollte medizinisch notwendige Hilfsmittel wie Hörgeräte, Bandagen oder orthopädische Einlagen bezahlen.

Unterkunft und Wahlleistungen

Ein- oder Zweibettzimmer und medizinische Wahlleistungen, je nach gewünschtem Komfort im Krankenhaus.

Sparen Sie bis zu 25 % bei Ihrer privaten Krankenversicherung

Wir vergleichen den gesamten Markt und finden den Tarif mit dem besten Verhältnis aus Leistung und stabilem Beitrag.

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In 10 Minuten das Wichtigste zur PKV

Wir zeigen Ihnen, was Sie vor einem Wechsel in die private Krankenversicherung wissen sollten.

  • Schritt für Schritt verständlich erklärt
  • Unabhängig, klar und praxisnah
  • Kompakt auf den Punkt gebracht

1. Für wen ist eine PKV sinnvoll?

2 Min Lesezeit

Erfahren Sie, für wen sich die private Krankenversicherung besonders eignet und welche Unterschiede zur gesetzlichen Krankenversicherung dabei wichtig sind.

Mehr erfahren

2. Welche Voraussetzungen gelten für die Aufnahme?

2 Min Lesezeit

Welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um in die private Krankenversicherung aufgenommen zu werden.

Mehr erfahren

3. Was gibt es bei der Gesundheitsprüfung zu beachten?

2 Min Lesezeit

So läuft die Gesundheitsprüfung in der PKV und worauf Sie bei den Gesundheitsfragen achten sollten.

Mehr erfahren

4. Wie hoch sind die Kosten im Alter?

2 Min Lesezeit

Wie sich die Beiträge in der privaten Krankenversicherung entwickeln und was sie im Alter stabil hält.

Mehr erfahren

5. Wo liegen zentrale Unterschiede: GKV gegen PKV?

3 Min Lesezeit

Vergleichen Sie die wichtigsten Unterschiede zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung.

Mehr erfahren

6. Wie läuft der Wechsel in die PKV ab?

2 Min Lesezeit

Vom Erstgespräch bis zum Antrag: der Ablauf eines Wechsels Schritt für Schritt erklärt.

Mehr erfahren

7. Was tun bei einer Beitragserhöhung?

2 Min Lesezeit

Ihre Rechte und Optionen, wenn Ihr Versicherer den Beitrag anpasst.

Mehr erfahren

8. Welche Leistungen sind besonders wichtig?

3 Min Lesezeit

Zahnersatz, Heilpraktiker, Einzelzimmer: worauf es bei den Tarifbedingungen wirklich ankommt.

Mehr erfahren
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Häufige Fragen

Können sich Rechtsanwälte immer privat versichern?

Selbstständige Rechtsanwälte haben freien Zugang zur privaten Krankenversicherung, unabhängig vom Einkommen. Angestellte Syndikusanwälte können wechseln, sobald ihr Bruttogehalt über der Versicherungspflichtgrenze liegt.

Wie verhält sich die PKV zum Versorgungswerk?

Das Versorgungswerk sichert Ihre Altersversorgung, nicht die Krankheitskosten. Die Krankenversicherung schließen Sie separat ab. Beide Bausteine sollten aufeinander abgestimmt geplant werden.

Warum ist Krankentagegeld für Anwälte wichtig?

Ohne Arbeitgeber gibt es keine Lohnfortzahlung. Ein Krankentagegeld ersetzt Ihren Verdienstausfall ab einem vereinbarten Tag und sichert laufende Kanzleikosten sowie Ihren Lebensunterhalt bei längerer Krankheit.

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