Wegfall der PKV-Voraussetzung
Fällt das Bruttojahresgehalt eines Angestellten unter 77.400 € (2026), wird er gesetzlich pflichtversichert. Der Rückwechsel erfolgt dann automatisch.
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SelbstständigeFreiberuflerMedizinerSteuerberaterRechtsanwälte & JuristenDie wichtigsten Punkte zum Rückwechsel von der PKV in die GKV auf einen Blick.
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Wie läuft die Beratung ab? →Die Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt 2026 bei 77.400 € Bruttojahresgehalt. Unterschreitet ein Angestellter diese Grenze, tritt automatisch die gesetzliche Versicherungspflicht nach § 5 SGB V ein. Möglich wird das etwa durch eine Reduzierung auf Teilzeit oder einen Jobwechsel mit geringerem Gehalt.
Die Kündigung der privaten Krankenversicherung sollte erst nach der schriftlichen Bestätigung der GKV-Aufnahme erfolgen.
Die Familienversicherung nach § 10 SGB V ermöglicht die beitragsfreie Mitversicherung beim gesetzlich versicherten Partner, wenn das eigene Einkommen unter 565 € im Monat liegt (2026). In Betracht kommt das etwa bei einer Berufspause, der Pflege von Angehörigen oder im Studium.
Die Familienversicherung ist auch nach dem 55. Lebensjahr möglich, sofern die Einkommensgrenze eingehalten wird.
§ 6 SGB V betrifft Personen, die mehr als die Hälfte der letzten fünf Jahre privat krankenversichert waren. Für sie gilt ab dem vollendeten 55. Lebensjahr, dass weder eine neue Pflichtversicherung noch eine freiwillige gesetzliche Versicherung möglich ist. Hintergrund ist der Schutz der Versichertengemeinschaft der gesetzlichen Krankenkassen.
Die Familienversicherung bleibt auch ab 55 möglich, wenn die Einkommensvoraussetzungen erfüllt sind. Wer einen Rückwechsel erwägt, sollte ihn deshalb vor dem 55. Lebensjahr abschließen.
Aus über 5.000 Gesundheitsprüfungen und Beratungsgesprächen, die wir begleitet haben, zeigt sich ein Muster. Der Rückwechsel wird oft impulsiv nach einer Beitragserhöhung erwogen und die Folgen werden unterschätzt. Die Alterungsrückstellungen verfallen beim Rückwechsel vollständig und der Versicherungsstatus im Rentenalter in der GKV wurde auch nicht beachtet. Wir empfehlen, vorher die lebenslange Beitragslast zu vergleichen. Die Beiträge der GKV steigen mit dem Einkommen, die Beiträge der PKV im Alter werden durch die Alterungsrückstellungen gedämpft.
Für junge Versicherte unter 35 ist der Verlust kleiner, weil sie erst geringe Alterungsrückstellungen aufgebaut haben. Bei chronischen Erkrankungen mit hohem Beitrag kann die GKV wirtschaftlich deutlich günstiger sein.
Nur über die freiwillige Versicherung nach § 9 SGB V und nur unter bestimmten Voraussetzungen, etwa nach Aufgabe der Selbstständigkeit und dem Beginn einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung unter der Jahresarbeitsentgeltgrenze. Wer selbstständig bleibt, hat in der Regel keinen Anspruch auf Aufnahme in die GKV.
Ja. Die Alterungsrückstellungen sind an den privaten Vertrag gebunden und verbleiben beim Versicherer, wenn der Vertrag endet. Das gilt unabhängig davon, ob die Rückkehr über die Familienversicherung oder über die Pflichtversicherung erfolgt.
Bei der Pflichtversicherung durch Unterschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze erfolgt die Anmeldung in der Regel binnen zwei Wochen. Bei der freiwilligen Versicherung gilt eine Beitrittsfrist von drei Monaten. Wird die Frist verpasst, folgt die automatische Zuweisung zu einer Kasse.
Nein. Der Rückwechsel ist eine gesetzliche Folge des Unterschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze. Ab Beginn der Pflichtversicherung ist der Arbeitgeber zur Zahlung der Arbeitgeberanteile zur GKV verpflichtet.
Die laufende Behandlung wird über die private Krankenversicherung abgerechnet, solange der private Vertrag aktiv ist. Mit dem Wirksamkeitsdatum der Kündigung endet der Status als Privatpatient. Für Folgebehandlungen gilt dann der Standard der GKV. Das Timing der Kündigung sollte mit dem behandelnden Arzt abgestimmt werden.