Was eine anonyme Voranfrage ist
Der Versicherer prüft Ihre Gesundheitsangaben anonym, ohne Namen oder Adressdaten. Die Antwort enthält die Konditionen, zu denen er Sie aufnehmen würde: Normaltarif, Risikozuschlag, Leistungsausschluss oder Ablehnung.
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SelbstständigeFreiberuflerMedizinerSteuerberaterRechtsanwälte & JuristenDie wichtigsten Punkte zur anonymen Risikovoranfrage auf einen Blick.
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Wie läuft die Beratung ab? →Meist Aufnahme zum Normaltarif, weil die Verletzung ausgeheilt ist und kein Folgerisiko bleibt.
Meist Normaltarif, da ausgeheilt und ohne Folgerisiko.
Meist Normaltarif. Bestehen noch Beschwerden, ist ein Risikozuschlag möglich.
Meist Normaltarif. Bei wiederholten Episoden ist ein Risikozuschlag möglich.
Leichte, gut kontrollierte Allergien zählen meist zur unkritischen Kategorie und werden oft ohne Auflage angenommen.
Folgenlos verheilt eher ein Risikozuschlag, nach langer Beschwerdefreiheit auch Normaltarif. Bei laufender Behandlung ist ein Leistungsausschluss möglich.
Nicht ersetzte Zähne führen häufig zu einem Zuschlag oder einem Leistungsausschluss im Zahnbereich. Ersetzte Zähne sind meist unproblematisch.
Während einer laufenden Behandlung greift meist ein Ausschluss, danach ist die reguläre Aufnahme möglich.
Ein Risikozuschlag ist wahrscheinlicher als der Normaltarif, bei aktiver Behandlung ist auch ein Ausschluss möglich.
Manifeste chronische Diagnosen führen eher zu einem Risikozuschlag als zur Aufnahme zum Normaltarif. Schwere Verläufe können zur Ablehnung führen.
Laufende oder gerade beendete psychologische Behandlungen führen meist zur Ablehnung. Ein Leistungsausschluss steht dann gar nicht zur Wahl.
Eine reguläre Aufnahme ist meist nicht möglich. Ein Leistungsausschluss ist dann keine Option, weil der Vertrag gar nicht zustande kommt.
Viele Versicherer nehmen Asthma mit einem Risikozuschlag an. Einzelne Anbieter versichern Asthma nicht und schließen es aus. Eine Ablehnung ist eher selten.
Gut eingestellter Bluthochdruck wird meist mit einem Risikozuschlag angenommen. Hohe Werte, mehrere Medikamente oder Folgeschäden am Herz-Kreislauf-System verschieben die Bewertung deutlich nach unten.
Eine medikamentös gut eingestellte Unterfunktion wird häufig mit einem moderaten Risikozuschlag angenommen. Einzelne Versicherer bewerten sie milder als andere.
Endometriose führt häufig zu einem Leistungsausschluss für den gynäkologischen Bereich oder zu einem Risikozuschlag. Bei aktiver Behandlung fällt die Bewertung strenger aus.
Leichte Verläufe werden oft mit einem Zuschlag angenommen. Bei regelmäßiger Behandlung mit Cortison oder modernen Wirkstoffen ist ein Ausschluss für Hauterkrankungen wahrscheinlich.
Leichte Akne bleibt meist folgenlos. Behandlungsbedürftige Verläufe, besonders mit verschreibungspflichtiger Medikation, führen häufig zu einem Zuschlag oder einem Ausschluss für den Hautbereich.
Ein einmaliges, folgenlos ausgeheiltes Ereignis ist oft nur ein Zuschlag. Wiederholte Steine führen häufig zu einem Leistungsausschluss für die Harnwege.
Eine reguläre Aufnahme ist meist nicht möglich. Der Verlauf und der Abstand zur Behandlung sind entscheidend.
Diese Diagnosen zählen zu den häufigen Ablehnungsgründen. Ein Ausschluss einzelner Leistungen ersetzt die reguläre Aufnahme dann nicht.
Chronische Darmerkrankungen zählen zu den häufigen Ablehnungsgründen, die Bewertung schwankt jedoch je Versicherer.
Eine dokumentierte ADHS-Diagnose führt bei den meisten Versicherern zur Ablehnung, besonders bei laufender Medikation. Ein Leistungsausschluss steht dann gar nicht zur Wahl.
Eine behandelte Schlafapnoe führt meist zur Ablehnung, vor allem bei nächtlicher Beatmung. Einzelne Versicherer prüfen leichte Formen individuell.
Angaben zum Konsum von Drogen führen in der Regel zur Ablehnung. Entscheidend ist der zeitliche Abstand zum letzten Konsum.
Typische Tendenz aus über 5.000 begleiteten Gesundheitsprüfungen. Das ist keine Zusage. Verbindlich klärt sich Ihr Fall nur über eine anonyme Voranfrage bei mehreren Versicherern.
Wir fragen mehrere Anbieter in einem Schritt an, statt jeden einzeln zu kontaktieren.
Marktüberblick statt EinzelmeinungDieselbe Diagnose wird je Anbieter sehr unterschiedlich bewertet. Wir sehen, wer kulanter annimmt.
Keine registrierte AblehnungDie Voranfrage bleibt anonym. So riskieren Sie keinen Eintrag, der spätere Anträge erschwert.
Sie ist kein Antrag, sondern eine Chancenprüfung. Bevor ein formaler Versicherungsantrag gestellt wird, fragt der Makler oder der Antragsteller anonym bei einem oder mehreren Versicherern an, ob und zu welchen Konditionen eine Aufnahme möglich wäre. Der Versicherer bekommt ausschließlich die Gesundheitsangaben, keine Identifikationsdaten.
Das Ergebnis zeigt, zu welchen Konditionen eine Aufnahme möglich wäre. Wer diese Information hat, kann entscheiden, bei welchem Versicherer ein formaler Antrag Sinn ergibt.
Die anonyme Risikovoranfrage ist in mehreren Situationen besonders relevant:
Eine formale Ablehnung im Antragsverfahren wird bei Versicherern intern registriert. Wer einmal abgelehnt wurde, hat bei vielen Anbietern schlechtere Ausgangschancen als ein Erstantragsteller.
Die anonyme Voranfrage umgeht diesen Mechanismus vollständig, weil keine Identifikation stattfindet.
Die Rückmeldung des Versicherers fällt in mehrere Kategorien:
| Ergebnis | Was es bedeutet |
|---|---|
| Annahme zum Normaltarif | Aufnahme ohne Aufschläge oder Leistungsausschlüsse |
| Annahme mit Risikozuschlag oder Leistungsausschluss | Modifizierte Konditionen, typischer Aufschlag 15 bis 30 % |
| Keine Annahme | Versicherer würde einen formalen Antrag nicht annehmen |
Das Ergebnis keine Annahme bei einem Versicherer bedeutet nicht, dass alle Versicherer ablehnen würden. Die Bewertung derselben Vorerkrankung schwankt zwischen Anbietern. Deshalb lohnt es sich, mehrere Versicherer parallel anzufragen.
Die Bewertung identischer Gesundheitsdaten variiert extrem zwischen den Anbietern. Ein anonymes Beispiel aus einer Risikoanfrage eines unserer Kunden zeigt das.
Die Ausgangssituation:
Das Ergebnis der Prüfung fiel sehr unterschiedlich aus:
Bei einer direkten Antragstellung bei Versicherer E wäre dieser Kunde dauerhaft belastet gewesen. Durch die anonyme Voranfrage fand er eine erstklassige Lösung ohne jeden Zuschlag.
Die Versicherer fragen Vorerkrankungen über verschiedene Zeiträume ab:
Können Sie sich noch an jeden Arztbesuch der letzten fünf Jahre erinnern? An jedes verschriebene Medikament, jeden Bluttest, jede Physiotherapie-Sitzung? Die meisten Menschen überschätzen ihr Erinnerungsvermögen deutlich. Ein vergessener Befund kann später zur Anfechtung des gesamten Versicherungsvertrags führen.
Häufige Erinnerungslücken:
Die Lösung liegt in der systematischen Aufarbeitung Ihrer Krankengeschichte. Fordern Sie bei Ihrer Krankenkasse die komplette Versichertenauskunft an. Diese zeigt schwarz auf weiß, was abgerechnet wurde.
Wir nutzen die anonyme Voranfrage als festen Bestandteil jedes Beratungsprozesses, bei dem Vorerkrankungen oder ein erhöhtes Annahmerisiko vorliegen. In unserer Beratungspraxis sehen wir, dass die Voranfrage in der großen Mehrheit der Fälle vor unnötigen Ablehnungen schützt, gerade bei mittleren Vorerkrankungen wie behandeltem Bluthochdruck, überstandenen Operationen oder dokumentierten Rückenproblemen.
Das Ergebnis der Voranfrage ist die Grundlage für die Entscheidung, bei welchem Versicherer ein formaler Antrag gestellt wird. Wer diesen Schritt überspringt, riskiert, beim erstbesten Versicherer abgelehnt zu werden und damit seine Ausgangslage für alle weiteren Anfragen zu verschlechtern.
Die anonyme Voranfrage hat klare Grenzen.
Sie ersetzt nicht den formalen Antrag. Wer sich für einen Versicherer entschieden hat, muss am Ende einen regulären Antrag mit vollständigen Identifikationsdaten stellen.
Sie befreit nicht von der vorvertraglichen Anzeigepflicht nach § 19 VVG. Beim formalen Antrag müssen alle Gesundheitsfragen vollständig und wahrheitsgemäß beantwortet werden. Falschaussagen oder Auslassungen können dazu führen, dass der Versicherer den Vertrag anficht und Leistungen verweigert. Das gilt auch dann, wenn die anonyme Voranfrage positiv ausgefallen ist.
Sie ist kein rechtlicher Annahmegarant. Die Rückmeldung ist eine Einschätzung des Versicherers auf anonymer Basis. Bei späterem Antrag mit vollständigen Daten kann die Bewertung abweichen, wenn neue oder andere Gesundheitsinformationen offenbar werden.