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Wichtige Tipps für Angestellte

Angestellte sollten den Wechsel in die private Krankenversicherung gut abwägen. Die wichtigsten Punkte vor Ihrer Entscheidung.

01

Jahresarbeitsentgeltgrenze prüfen

Als Angestellter können Sie nur in die PKV wechseln, wenn Ihr Bruttogehalt über der Jahresarbeitsentgeltgrenze von 77.400 Euro liegt. Wer knapp darunter bleibt, sollte Gehaltsbestandteile wie Urlaubs- oder Weihnachtsgeld in die Berechnung einbeziehen. Ab 2027 liegt die JAEG bei voraussichtlich 84.483 €.

02

Arbeitgeberzuschuss nutzen

Ihr Arbeitgeber beteiligt sich an Ihrem PKV-Beitrag grundsätzlich mit 50 Prozent des tatsächlichen Beitrags, maximal jedoch bis zum gesetzlichen Höchstzuschuss. Dieser liegt 2026 für die private Krankenversicherung bei 508,59 Euro monatlich. Ab 2027 liegt der maximale Zuschuss des Arbeitgebers voraussichtlich bei 557,73 €.

03

Tarif auf Beitragsstabilität prüfen

Nicht der günstigste Einstieg zählt, sondern eine solide Kalkulation mit Alterungsrückstellungen. Wir vergleichen den gesamten Markt und achten auf eine stabile Beitragshistorie.

04

Krankentagegeld einplanen

Die ersten sechs Wochen zahlt der Arbeitgeber Ihr Gehalt weiter. Danach brauchen Sie Ersatz, deshalb sichern Sie ein Krankentagegeld ab dem 43. Tag ab. Mindestens 170 Euro pro Tag sollten Angestellte absichern.

05

Brutto ist nicht gleich Netto

Fallen Sie nicht auf Werbeangebote von Check24&Co rein. Es handelt sich bei den Rechnern immer um Bruttobeiträge und somit auch um die Bruttoersparnis. Entscheidend ist für Sie jedoch immer die Nettoersparnis gegenüber der GKV

06

Die beliebtesten Gesellschaften unserer angestellten Kunden

Signal Iduna, AXA, SdK, LKH, Alte Oldenburger, Allianz

Vergleich: Gesetzlich oder privat versichern für Angestellte?

Eine neutrale Gegenüberstellung der beiden Versicherungssysteme für Angestellte.

KriteriumGesetzlich (GKV)Privat (PKV)
BeitragDer Beitrag richtet sich ausschließlich nach dem Bruttoeinkommen (bis zur Beitragsbemessungsgrenze).Die Kosten werden anhand von Gesundheitszustand, Eintrittsalter und gewähltem Leistungsumfang kalkuliert.
FamilieNicht erwerbstätige Ehepartner und Kinder sind beitragsfrei mitversichert (Familienversicherung).Jede Person benötigt einen eigenen Vertrag und zahlt einen eigenen Beitrag.
LeistungenGesetzlich definierte Versorgung auf einem ausreichenden, zweckmäßigen und wirtschaftlichen Niveau.Individuell gestaltbarer Vertrag mit garantierten und oft umfangreicheren Leistungen.
ZugangHäufig längere Wartezeiten auf Termine; in der Regel über das Überweisungssystem.Bevorzugte Terminvergabe und direkter Zugang zu Fachärzten und Spezialisten.

Praxisbeispiele aus unserer Beratung

Echte Situationen, die zeigen, wie individuell die richtige Lösung aussieht.

Wechsel mit 32

Angestellter, ledig, gesund: deutlich bessere Leistungen bei vergleichbarem Eigenanteil dank Arbeitgeberzuschuss.

Nicht verheiratete Paare

Hauptverdiener privat, Partner und Kinder beitragsfrei gesetzlich: für nicht verheiratete Paare oft die kosteneffizienteste Lösung.

Vorerkrankung

Über eine anonyme Risikovoranfrage den passenden Tarif ohne Eintrag im Register gefunden.

Wie viel kostet die private Kranken­versicherung für Angestellte?

Die private Krankenversicherung kostet für Angestellte ab rund 280 Euro. Wichtig ist: Jeder Versicherte legt seinen Leistungsumfang selbst fest. Eine sehr niedrige Leistungsabdeckung führt aber oft zu Unzufriedenheit, weil bestimmte Leistungen selbst getragen werden müssen.

Tarife auf dem Niveau der gesetzlichen Krankenversicherung liegen bei etwa 400 Euro, Komforttarife beginnen bei rund 600 Euro. Unsere Empfehlung ist ein gesunder Mittelweg auf Basis Ihres Profils. Im Schnitt liegen die Kosten bei etwa 480 Euro im Monat.

Mit welchen monatlichen Beiträgen muss in der GKV und der PKV gerechnet werden?

In der gesetzlichen Krankenversicherung liegt der Höchstsatz für 2026 bei rund 1.250 Euro inklusive Zusatzbeitrag und Pflegeversicherung. Der Arbeitgeber übernimmt die Hälfte, auf ihn entfallen also etwa 601,60 Euro im Monat. In der privaten Krankenversicherung hängt der Beitrag von Leistungsumfang, Gesundheitszustand und Alter ab. Tarife gibt es bereits ab rund 500 Euro im Monat. Auch hier übernimmt der Arbeitgeber die Hälfte, maximal jedoch den Betrag, den er für einen gesetzlich Versicherten zahlen würde. Die meisten Versicherten zahlen so rund 250 Euro im Monat.

Wie entwickeln sich die Beiträge langfristig?

Auch wenn Beiträge einmal sinken können, ist langfristig von steigenden Beiträgen auszugehen. Zur Einordnung: Im Zeitraum 2006 bis 2026 stiegen die Beiträge in der PKV nach Angaben des PKV-Verbands um durchschnittlich 3,4 Prozent pro Jahr, in der GKV um 3,9 Prozent. Neben den allgemeinen Zahlen ist die Tarifwahl entscheidend. Wir achten daher besonders auf Tarife mit hoher Beitragsstabilität.

Wie bleiben die Kosten im Alter beherrschbar?

In der privaten Krankenversicherung wird Ihr Beitrag unabhängig vom Einkommen kalkuliert. Über die Jahre sparen viele Privatversicherte gegenüber der GKV spürbar. Wichtig ist, einen Teil dieser Ersparnis für höhere Ausgaben im Alter zurückzulegen. Zusätzlich federn Alterungsrückstellungen die Beiträge ab, der gesetzliche Beitragszuschlag von 10 Prozent entfällt ab dem 60. Lebensjahr und das Krankentagegeld ab Rentenbeginn. Über einen Beitragsentlastungstarif lässt sich der Beitrag im Alter gezielt senken.

Wie kann ich Beiträge reduzieren?

Zuerst lohnt ein Blick auf die Leistungen: Werden noch alle benötigt, ist ein Selbstbehalt sinnvoll? Über einen internen Tarifwechsel nach § 204 VVG lassen sich oft Beiträge sparen, ohne den Versicherer zu wechseln und ohne Verlust der Alterungsrückstellungen. In Einzelfällen kann auch ein Wechsel des Versicherers eine Option sein.

RechenbeispielAngestellt · 32 Jahre · Einkommen über 78.000 €
ParameterIst-Stand (GKV)Soll-Stand (PKV)Differenz
Monatlicher Beitrag1.017,19 €625,50 €− 391,69 €
Arbeitgeberanteil508,59 €312,75 €− 195,84 €
Eigenanteil brutto508,59 €312,75 €− 195,84 €
Jahresgesamtkosten (Eigenanteil)6.103,08 €3.753,00 €− 2.350,08 €

Beispielrechnung auf Basis von Durchschnittstarifen. Individuelle Faktoren wie Gesundheitszustand und Tarifwahl beeinflussen das Ergebnis. Für dieses Profil ergibt sich beim Eigenanteil ein jährliches Einsparpotenzial von über 2.300 Euro bei zugleich höherem Leistungsniveau.

Die besten Tarife für Angestellte

Leistungsstarke Vollversicherungen für Angestellte über der Versicherungspflichtgrenze, bewertet nach fünf Kennzahlen.

Zum Tarifrechner

Unsere Bewertung je Tarif auf einer Skala von 1 bis 10. Wir zeigen bewusst keine Monatsbeiträge, weil der Beitrag von Alter, Gesundheitszustand und Leistungsumfang abhängt.

Welche Leistungen sind für Angestellte wichtig?

Beliebte Leistungsbausteine, die Sie bei Ihrer privaten Krankenversicherung wählen können.

Zahnbehandlung und Zahnersatz

Die PKV sollte hohe Kosten für Zahnbehandlungen, Kronen, Implantate und anderen Zahnersatz zu mindestens 80 % übernehmen.

Chefarztbehandlung und Einzelzimmer

Oft ein Kostentreiber: Wie wichtig sind Ihnen diese Leistungen? Das ist eine persönliche Entscheidung.

Vorsorgeuntersuchungen

Die PKV sollte die wichtigen Vorsorgeuntersuchungen ohne Einschränkungen erstatten.

Heilmittel

Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie sollten ohne enge Leistungsbegrenzungen erstattet werden. Das entlastet gerade Vielsitzer im Büro.

Erstattung über Regelhöchstsätze

Gute Tarife erstatten Arzthonorare auch über den Regelhöchstsätzen der Gebührenordnung. Sonst bleiben Restkosten bei Ihnen hängen.

Hilfsmittel

Die PKV sollte medizinisch notwendige Hilfsmittel wie Hörgeräte, Bandagen oder orthopädische Einlagen bezahlen.

Unterkunft und Wahlleistungen

Ein- oder Zweibettzimmer und medizinische Wahlleistungen, je nach gewünschtem Komfort im Krankenhaus.

Sparen Sie bis zu 25 % bei Ihrer privaten Krankenversicherung

Wir vergleichen den gesamten Markt und finden den Tarif mit dem besten Verhältnis aus Leistung und stabilem Beitrag.

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In 10 Minuten das Wichtigste zur PKV

Wir zeigen Ihnen, was Sie vor einem Wechsel in die private Krankenversicherung wissen sollten.

  • Schritt für Schritt verständlich erklärt
  • Jede Lektion zusätzlich als kurzes Video
  • Kompakt auf den Punkt gebracht

1. Für wen ist eine PKV sinnvoll?

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2. Welche Voraussetzungen gelten für die Aufnahme?

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3. Was gibt es bei der Gesundheitsprüfung zu beachten?

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4. Wie hoch sind die Kosten im Alter?

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5. Wo liegen zentrale Unterschiede: GKV gegen PKV?

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6. Wie läuft der Wechsel in die PKV ab?

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7. Was tun bei einer Beitragserhöhung?

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8. Welche Leistungen sind besonders wichtig?

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Häufige Fragen

Ab welchem Gehalt ist die PKV für Angestellte möglich?

Sie müssen mit Ihrem Bruttoeinkommen über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegen, die jährlich angepasst wird. 2026 sind das 77.400 Euro im Jahr. Liegen Sie darüber, können Sie sich privat versichern. Ab 2027 liegt die Jahresarbeitsentgeltgrenze voraussichtlich bei 84.483 €.

Zahlt der Arbeitgeber etwas dazu?

Ja. Der Arbeitgeber übernimmt die Hälfte Ihres Beitrags bis zu einem Höchstzuschuss von 508,59 Euro im Monat, genau wie in der gesetzlichen Krankenversicherung. Ab 2027 bezuschusst Ihr Arbeitgeber Ihren PKV-Beitrag mit voraussichtlich 557,73 Euro im Monat.

Wie stabil bleibt mein Beitrag im Alter?

Entscheidend ist eine solide Tarifkalkulation mit Alterungsrückstellungen. Wir wählen Tarife mit Fokus auf langfristige Beitragsstabilität.

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