Aus unserer Erfahrung aus über 5.000 Gesundheitsprüfungen zeigt sich ein wiederkehrendes Muster: Paare heiraten, der neue Familienstand wird dem Versicherer nicht gemeldet und Jahre später entstehen im Leistungsfall Rückfragen, weil die Vertragsdaten nicht mehr vollständig aktuell sind.
Deshalb empfehlen wir, die Heirat nicht nur formal zu melden, sondern auch als Anlass für eine gemeinsame Versicherungsprüfung zu nutzen. Wichtig sind dabei vor allem Einkommen, Berufsstatus, Familienplanung, mögliche Beihilfeansprüche, Kinderversicherung und die langfristige Beitragsentwicklung.
Gerade bei Selbstständigen kann die Heirat zeitlich mit einer stabileren Einkommenssituation oder einer allgemeinen Neuordnung der privaten Finanzen zusammenfallen. Das begründet zwar kein automatisches Wechselrecht in die PKV, kann aber ein sinnvoller Zeitpunkt sein, bestehende Tarife und mögliche Alternativen neu zu bewerten.
Auch für jüngere Ehepaare kann eine frühzeitige Prüfung sinnvoll sein. In der PKV spielt das Eintrittsalter eine wichtige Rolle. Wer grundsätzlich für einen Wechsel infrage kommt und sich langfristig mit der privaten Krankenversicherung beschäftigt, sollte nicht erst mit 40 beginnen, die Optionen zu prüfen.