Die JAEG, oft auch als Versicherungspflichtgrenze in der Krankenversicherung bezeichnet, liegt 2026 bei 77.400 € im Jahr oder 6.450 € im Monat. Gegenüber 2025 ist sie um 3.600 € gestiegen, das entspricht 4,9 %. Wer als Angestellter regelmäßig darüber liegt, kann frei zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung wählen.
Neben dieser regulären Grenze gibt es eine zweite, deutlich niedrigere Schwelle, die nur für eine kleinere Bestandsgruppe relevant ist. Wer diese unterscheidet, vermeidet typische Verwechslungen mit der Beitragsbemessungsgrenze.
Ausblick auf 2027: Die JAEG steigt auf 84.150 € im Jahr oder 7.012,50 € im Monat. Der Sprung fällt größer aus als üblich, weil zur normalen Anpassung an die Lohnentwicklung eine gesetzlich beschlossene Sonderanhebung um 300 € monatlich hinzukommt. Das Bundeskabinett hat die Werte am 7. Oktober 2026 beschlossen, der Bundesrat muss noch zustimmen. Wer mit seinem Einkommen zwischen 77.400 € und 84.150 € liegt und 2026 bereits versicherungsfrei ist, sollte einen geplanten Wechsel in die PKV deshalb noch 2026 prüfen: Wer am 31. Dezember 2026 privat versichert ist, für den gilt 2027 nach § 6 Absatz 8 SGB V die Grenze von 80.550 € im Jahr oder 6.712,50 € im Monat. Voraussetzung ist, dass er am 31. Dezember 2026 wegen seines Einkommens versicherungsfrei war. Wer noch pflichtversichert ist, kommt zum Jahreswechsel nicht heraus, weil die Versicherungspflicht nach § 6 Absatz 4 SGB V nur endet, wenn auch die Grenze des Folgejahres überschritten wird. Die Einzelheiten haben wir in unserer Meldung zur beschlossenen JAEG 2027 zusammengefasst.