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Wichtige Tipps für den öffentlichen Dienst

den öffentlichen Dienst sollten den Wechsel in die private Krankenversicherung gut abwägen. Die wichtigsten Punkte vor Ihrer Entscheidung.

01

Status zuerst klären

Beamte, Anwärter und Tarifbeschäftigte folgen völlig unterschiedlichen Regeln. Prüfen Sie auch den Stichtag, denn wer vor August 1998 als Angestellter eingestellt wurde, hat möglicherweise einen Beihilfeanspruch und weiß oft nichts davon.

02

Restkostentarif zum Beihilfesatz wählen

Bei 50 Prozent Beihilfe brauchen Sie nur eine Absicherung über die andere Hälfte. Steigt die Beihilfe mit Kindern oder in der Pension auf 70 Prozent, lässt sich der Tarif anpassen und der Beitrag sinkt weiter.

03

Als Anwärter früh einsteigen

Während der Ausbildung gelten besonders günstige Einstiegstarife, oft unter 100 Euro im Monat. Das niedrige Eintrittsalter sichert dauerhaft bessere Konditionen für das gesamte Berufsleben.

04

Als Tarifbeschäftigter die Gehaltsgrenze prüfen

Erst über der Jahresarbeitsentgeltgrenze von 77.400 Euro haben Angestellte die Wahl. Typischerweise erreichen das die oberen Entgeltgruppen, je nach Stufe und Jahressonderzahlung.

05

Zusatzversorgung mitdenken

Kapitalauszahlungen der Versorgungsanstalt des Bundes und der Länder sind über 120 Monate beitragspflichtig, in der gesetzlichen wie in der privaten Versicherung. Planen Sie diese Belastung vor dem Ruhestand ein.

Vergleich: Gesetzlich oder privat versichern für den öffentlichen Dienst?

Eine neutrale Gegenüberstellung der beiden Versicherungssysteme für den öffentlichen Dienst.

KriteriumGesetzlich (GKV)Privat (PKV)
BeitragRichtet sich nach dem Einkommen, Beamte zahlen den vollen Beitrag allein, weil kein Arbeitgeberzuschuss fließt.Beamte versichern nur den Rest nach der Beihilfe, Tarifbeschäftigte erhalten den halben Beitrag als Zuschuss.
FamilieNicht erwerbstätige Ehepartner und Kinder sind beitragsfrei mitversichert.Jede Person hat einen eigenen Vertrag, Kinder von Beamten erhalten achtzig Prozent Beihilfe.
LeistungenGesetzlich definierte Versorgung, für alle Kassen weitgehend gleich.Vertraglich garantierte Leistungen, frei wählbar vom Grundschutz bis zur Chefarztbehandlung.
Wechsel zurückKassenwechsel jederzeit möglich, Unterschiede liegen im Zusatzbeitrag.Rückkehr in die gesetzliche Kasse ist nur unter engen Voraussetzungen und vor dem fünfundfünfzigsten Lebensjahr realistisch.

Praxisbeispiele aus unserer Beratung

Echte Situationen, die zeigen, wie individuell die richtige Lösung aussieht.

Beamter Besoldungsgruppe A9

Ledig, 50 Prozent Beihilfe, Restkostentarif für rund 180 Euro im Monat. Die freiwillige gesetzliche Versicherung hätte mehr als das Doppelte gekostet.

Tarifbeschäftigte über der Gehaltsgrenze

Entgeltgruppe E13 mit Zulagen über der Versicherungspflichtgrenze. Wechsel in die private Versicherung mit Arbeitgeberzuschuss, bessere Leistungen bei vergleichbarem Eigenanteil.

Eingestellt vor August 1998

Tarifbeschäftigte entdeckte im Gespräch ihren Beihilfeanspruch. Umstellung auf einen Restkostentarif senkte den Beitrag deutlich, der Übergang zum Renteneintritt wurde gleich mitgeplant.

Wie viel kostet die private Kranken­versicherung für den öffentlichen Dienst?

Für Beamte ist die private Krankenversicherung wegen der Beihilfe meist deutlich günstiger als die gesetzliche Kasse. Ein Restkostentarif bei 50 Prozent Beihilfe liegt oft zwischen 180 und 350 Euro im Monat, Anwärter zahlen weniger. Tarifbeschäftigte vergleichen wie andere Angestellte, der Arbeitgeber übernimmt die Hälfte des Beitrags bis zum Höchstzuschuss von 508,59 Euro. In der gesetzlichen Kasse entscheidet vor allem der Zusatzbeitrag über den Preis.

Was zahlen Beamte in der privaten Krankenversicherung?

Bei 50 Prozent Beihilfe versichern Sie nur die verbleibende Hälfte, gute Restkostentarife beginnen je nach Alter bei rund 180 Euro im Monat. Steigt der Beihilfesatz mit Kindern oder in der Pension auf 70 Prozent, sinkt der private Anteil weiter. In der gesetzlichen Kasse zahlen Beamte dagegen den vollen Beitrag ohne Zuschuss.

Was gilt für Tarifbeschäftigte?

Unter der Versicherungspflichtgrenze besteht Versicherungspflicht in der gesetzlichen Kasse, dort lohnt der Kassenvergleich über den Zusatzbeitrag. Über der Grenze haben Sie die Wahl, in der privaten Versicherung übernimmt der Arbeitgeber die Hälfte des Beitrags bis zum Höchstzuschuss.

Wie entwickeln sich die Beiträge im Ruhestand?

Bei Beamten steigt der Beihilfesatz in der Pension meist auf 70 Prozent, der private Beitrag sinkt entsprechend. Tarifbeschäftigte ohne Beihilfe sollten Alterungsrückstellungen und einen Beitragsentlastungsbaustein früh einplanen. Beihilfeberechtigte Angestellte verlieren den Anspruch zum Renteneintritt und müssen rechtzeitig auf einen vollen Tarif umstellen.

Wie kann ich Beiträge reduzieren?

Beamte prüfen zuerst, ob der Tarif exakt zum Beihilfesatz passt. Tarifbeschäftigte senken Beiträge über Selbstbehalt oder einen internen Tarifwechsel, ohne den Versicherer zu wechseln und ohne Verlust der Alterungsrückstellungen. In der gesetzlichen Kasse spart der Wechsel in eine Kasse mit niedrigem Zusatzbeitrag oft mehrere hundert Euro im Jahr.

RechenbeispielBeamter · Anfang dreißig · fünfzig Prozent Beihilfe
ParameterFreiwillige GKVPKV-RestkostentarifDifferenz
Monatlicher Beitragrund 480 €rund 180 €− 300 €
KostenträgerBeamter alleinBeamter allein, Dienstherr trägt BeihilfeBeihilfe als Vorteil
Leistungsniveaugesetzlicher Katalogvertraglich garantiert, frei wählbarbesser planbar
Jahresgesamtkostenrund 5.760 €rund 2.160 €− 3.600 €

Beispielrechnung auf Basis von Durchschnittstarifen. Beihilfesätze können je nach Bundesland und Dienstherrn abweichen, das verändert den passenden Restkostentarif.

Die besten Tarife für den öffentlichen Dienst

Ausgewählte Tarife für Angestellte im öffentlichen Dienst, bewertet nach fünf Kennzahlen.

Zum Tarifrechner

Unsere Bewertung je Tarif auf einer Skala von 1 bis 10. Wir zeigen bewusst keine Monatsbeiträge, weil der Beitrag von Alter, Gesundheitszustand und Leistungsumfang abhängt.

Welche Leistungen sind für den öffentlichen Dienst wichtig?

Beliebte Leistungsbausteine, die Sie bei Ihrer privaten Krankenversicherung wählen können.

Zahnbehandlung und Zahnersatz

Die PKV sollte hohe Kosten für Zahnbehandlungen, Kronen, Implantate und anderen Zahnersatz zu mindestens 80 % übernehmen.

Chefarztbehandlung und Einzelzimmer

Oft ein Kostentreiber: Wie wichtig sind Ihnen diese Leistungen? Das ist eine persönliche Entscheidung.

Vorsorgeuntersuchungen

Die PKV sollte die wichtigen Vorsorgeuntersuchungen ohne Einschränkungen erstatten.

Beihilfeergänzung

Für Beamte im öffentlichen Dienst: schließt die Lücken zwischen Beihilfe und Restkostentarif, etwa bei Zahnersatz und Wahlleistungen.

Krankentagegeld

Für Tarifbeschäftigte wichtig: Nach sechs Wochen endet die Lohnfortzahlung, ein Krankentagegeld ab dem 43. Tag ersetzt das Einkommen.

Hilfsmittel

Die PKV sollte medizinisch notwendige Hilfsmittel wie Hörgeräte, Bandagen oder orthopädische Einlagen bezahlen.

Unterkunft und Wahlleistungen

Ein- oder Zweibettzimmer und medizinische Wahlleistungen, je nach gewünschtem Komfort im Krankenhaus.

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Wir vergleichen den gesamten Markt und finden den Tarif mit dem besten Verhältnis aus Leistung und stabilem Beitrag.

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In 10 Minuten das Wichtigste zur PKV

Wir zeigen Ihnen, was Sie vor einem Wechsel in die private Krankenversicherung wissen sollten.

  • Schritt für Schritt verständlich erklärt
  • Jede Lektion zusätzlich als kurzes Video
  • Kompakt auf den Punkt gebracht

1. Für wen ist eine PKV sinnvoll?

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2. Welche Voraussetzungen gelten für die Aufnahme?

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3. Was gibt es bei der Gesundheitsprüfung zu beachten?

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4. Wie hoch sind die Kosten im Alter?

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5. Wo liegen zentrale Unterschiede: GKV gegen PKV?

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6. Wie läuft der Wechsel in die PKV ab?

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7. Was tun bei einer Beitragserhöhung?

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8. Welche Leistungen sind besonders wichtig?

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Häufige Fragen

Lohnt sich die private Krankenversicherung für Beamte immer?

In den allermeisten Fällen ja, weil die Beihilfe den größten Teil der Kosten trägt und die gesetzliche Kasse keinen Zuschuss kennt. Ausnahmen gibt es bei vielen beihilfeberechtigten Kindern oder besonderen Vorerkrankungen, das prüfen wir im Einzelfall.

Ab welchem Gehalt haben Tarifbeschäftigte die Wahl?

Sobald das regelmäßige Jahresarbeitsentgelt über der Jahresarbeitsentgeltgrenze liegt, im Jahr 2026 sind das 77.400 Euro. Darunter besteht Versicherungspflicht in der gesetzlichen Kasse.

Was bedeutet der Stichtag im Jahr 1998?

Wer vor dem 31. Juli 1998 als Angestellter in den öffentlichen Dienst eingestellt wurde, hat häufig einen Beihilfeanspruch ähnlich wie Beamte. Der Anspruch endet allerdings mit dem Renteneintritt, deshalb gehört der Übergang früh in die Planung.

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