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Wichtige Tipps für Selbstständige

Selbstständige sollten den Wechsel in die private Krankenversicherung gut abwägen. Die wichtigsten Punkte vor Ihrer Entscheidung.

01

Freien Zugang nutzen

Als Selbstständiger brauchen Sie keine Einkommensgrenze zu überschreiten. Sie können unabhängig von Ihrem Gewinn in die private Krankenversicherung wechseln, sobald Sie hauptberuflich selbstständig sind.

02

Beitrag wird einkommensunabhängig kalkuliert

Anders als der freiwillige gesetzliche Beitrag steigt Ihr PKV-Beitrag nicht mit dem Gewinn. In guten Jahren zahlen Sie nicht mehr, das macht Ihre Kosten planbar.

03

Krankentagegeld früh absichern

Ohne Arbeitgeber gibt es keine Lohnfortzahlung. Sichern Sie ein Krankentagegeld ab, das Ihren Verdienstausfall früh ersetzt, viele Tarife zahlen bereits ab dem 15. Tag.

04

Selbstbehalt als Stellschraube

Ein moderater Selbstbehalt senkt den Beitrag spürbar und passt gut zu Selbstständigen mit finanziellem Puffer. Wir rechnen durch, ab wann sich das für Sie lohnt.

05

Beitragsentlastung für das Alter

Legen Sie schon heute einen Baustein für stabile Beiträge im Ruhestand an. Ein Beitragsentlastungstarif senkt Ihren späteren Beitrag gezielt und ist steuerlich begünstigt.

06

Vorsicht bei der Existenzgründung

Wenn zu Beginn weder ein bestehender Betrieb übernommen wird noch verlässliche Einkünfte absehbar sind, sollte der Wechsel in die private Krankenversicherung nicht vorschnell erfolgen. Häufig ist es sinnvoll, zunächst die wirtschaftliche Entwicklung des ersten Geschäftsjahres abzuwarten und die langfristige Tragbarkeit des Beitrags zu prüfen.

07

Die beliebtesten Gesellschaften unserer selbstständigen Kunden

Hanse Merkur, AXA, Hallesche, ARAG, Continentale, LKH, Allianz

Vergleich: Gesetzlich oder privat versichern für Selbstständige?

Eine neutrale Gegenüberstellung der beiden Versicherungssysteme für Selbstständige.

KriteriumGesetzlich (GKV)Privat (PKV)
BeitragFreiwillig Versicherte zahlen einkommensabhängig bis zur Beitragsbemessungsgrenze, oft schnell den Höchstbeitrag.Wird anhand von Gesundheitszustand, Eintrittsalter und Leistungsumfang kalkuliert, unabhängig vom Gewinn.
FamilieNicht erwerbstätige Ehepartner und Kinder sind beitragsfrei mitversichert.Jede Person benötigt einen eigenen Vertrag und zahlt einen eigenen Beitrag.
LeistungenGesetzlich definierte Versorgung auf ausreichendem, zweckmäßigem und wirtschaftlichem Niveau.Individuell gestaltbarer Vertrag mit garantierten und oft umfangreicheren Leistungen.
ZugangHäufig längere Wartezeiten auf Termine und meist über das Überweisungssystem.Bevorzugte Terminvergabe und direkter Zugang zu Fachärzten und Spezialisten.

Praxisbeispiele aus unserer Beratung

Echte Situationen, die zeigen, wie individuell die richtige Lösung aussieht.

Gründung mit 30

Gesund und mit niedrigem Einstiegsbeitrag in einen Tarif mit hohen Leistungen gewechselt, völlig unabhängig vom späteren Gewinn.

Schwankendes Einkommen

Der PKV-Beitrag blieb in einem starken Geschäftsjahr stabil, während der frühere freiwillige Beitrag mitgestiegen wäre.

Ausfall durch Krankheit

Ein Krankentagegeld ab dem 15. Tag fing den Verdienstausfall nach einer Operation vollständig auf.

Gibt es Mindest- und Höchstbeiträge?

In der gesetzlichen Krankenversicherung gibt es beides. Für Selbstständige ist 2026 die Mindestbemessungsgrundlage von 1.318,33 Euro pro Monat relevant, daraus ergibt sich je nach Krankengeldanspruch ein Mindestbeitrag. Der Beitrag richtet sich nach rund 17,5 Prozent des Einkommens (14,6 Prozent plus durchschnittlich 2,9 Prozent Zusatzbeitrag), zur Pflegeversicherung kommen je nach Kinderstatus 3,6 Prozent mit Kind oder 4,2 Prozent für Kinderlose hinzu. Bei einem Einkommen von 35.000 Euro pro Jahr ergeben sich so rund 633 Euro im Monat, ab der Beitragsbemessungsgrenze ist der Beitrag bei rund 1.261 Euro gedeckelt.

In der privaten Krankenversicherung gibt es keinen einheitlichen Mindest- oder Höchstbeitrag, aber gesetzlich geregelte Sozialtarife. Der Standardtarif liegt 2026 bei einem Höchstbeitrag von 848,62 Euro, der Basistarif bei 1.017,18 Euro im Monat, jeweils zuzüglich Pflegeversicherung.

Wie finde ich den passenden Tarif?

Starten Sie mit den Leistungen, die Sie wirklich brauchen, danach prüfen Sie die Stellschrauben für Beitrag und Risiko. Solide geregelt sein sollten in vielen Fällen: ambulant inklusive Facharzt und Psychotherapie, Zähne mit guter Erstattung auch bei Zahnersatz, stationär mit freier Krankenhauswahl und sinnvoller Unterbringung, Arznei-, Heil- und Hilfsmittel ohne harte Lücken sowie Transport und Rücktransport aus dem Ausland.

Für Selbstständige kommen drei Prioritäten dazu: erstens ein Krankentagegeld, das Ihre Fixkosten deckt, zweitens ein Selbstbehalt, den Sie auch in schwachen Monaten tragen können, drittens klare Regeln zur Anpassung im Notfall, etwa bei längerer Krankheit. Achten Sie nicht nur auf den Preis, sondern auch auf Bedingungen, Beitragsentwicklung und Serviceprozesse. Holen Sie sich eine Einschätzung zur Versicherbarkeit, bevor Sie kündigen.

Wer bietet die beste private Kranken­versicherung für Selbstständige?

Eine pauschale Empfehlung für den besten Anbieter gibt es nicht, da der Tarif individuell zum persönlichen Profil, den Leistungswünschen und der Risikoneigung passen muss. Zu den bei Selbstständigen beliebten Versicherern zählen unter anderem Allianz, ARAG, Signal Iduna, DKV, Barmenia, AXA, Hallesche, Continentale, HanseMerkur und LKH.

Zu empfehlen ist in jedem Fall eine individuelle und unabhängige Beratung. So erhalten Sie einen optimalen Tarif für Ihre Situation. Wir nehmen uns Zeit und stehen für ein unverbindliches und kostenfreies Gespräch zur Verfügung.

Wie viel kostet die private Kranken­versicherung für Selbstständige?

Als Selbstständiger wählen Sie frei zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung, eine Einkommensgrenze gilt nicht. Die gesetzliche Kasse nimmt einen Prozentsatz Ihres zu versteuernden Einkommens, die private Krankenversicherung kalkuliert nach Eintrittsalter, Gesundheit und Leistungsumfang. Tarife auf gesetzlichem Niveau kosten etwa 450 Euro, Premiumtarife beginnen bei rund 600 Euro, im Schnitt liegen Selbstständige bei etwa 500 Euro im Monat. Ohne Arbeitgeber zählt zusätzlich die Absicherung des Verdienstausfalls über ein Krankentagegeld.

Mit welchen monatlichen Beiträgen muss in der GKV und der PKV gerechnet werden?

Freiwillig gesetzlich Versicherte zahlen einkommensabhängig und erreichen mit höherem Gewinn schnell den Höchstbeitrag von bis zu rund 1.200 Euro im Monat inklusive Pflegeversicherung, ohne Arbeitgeberzuschuss. In der privaten Krankenversicherung hängt der Beitrag von Leistungsumfang, Gesundheitszustand und Alter ab. Solide Tarife gibt es ab rund 500 Euro im Monat. Ein Krankentagegeld wird zusätzlich kalkuliert.

Wie entwickeln sich die Beiträge langfristig?

Langfristig ist von steigenden Beiträgen auszugehen. Seit 2016 stiegen die Beiträge in der PKV um durchschnittlich 3,30 Prozent pro Jahr, in der GKV um 3,90 Prozent. Für Selbstständige zählt vor allem ein Tarif mit solider Kalkulation, weil der Beitrag nicht durch einen Arbeitgeber abgefedert wird. Wir achten daher besonders auf Beitragsstabilität.

Wie bleiben die Kosten im Alter beherrschbar?

Der Beitrag wird unabhängig vom Einkommen kalkuliert. Alterungsrückstellungen federn die Beiträge ab, der gesetzliche Beitragszuschlag von 10 Prozent entfällt ab dem 60. Lebensjahr. Über einen Beitragsentlastungstarif senken Sie Ihren Beitrag im Ruhestand gezielt.

Wie kann ich Beiträge reduzieren?

Ein Selbstbehalt passt gut zu Selbstständigen mit Rücklagen und senkt den Beitrag. Über einen internen Tarifwechsel nach § 204 VVG lässt sich oft sparen, ohne den Versicherer zu wechseln und ohne Verlust der Alterungsrückstellungen. Auch die Höhe des Krankentagegelds sollte regelmäßig zum Bedarf passen.

Rechenbeispiel Selbstständig · 35 Jahre · Komforttarif
ParameterIst-Stand (freiwillige GKV)Soll-Stand (PKV)Differenz
Monatlicher Beitrag1.017,19 €540 €− 475 €
Arbeitgeberanteilkeinerkeinergleich
Eigenanteil brutto1.017,19 €540 €− 475 €
Jahresgesamtkostenrund 12.200 €6.480 €− 5.700 €

Beispielrechnung auf Basis von Durchschnittstarifen. Der freiwillige GKV-Beitrag hängt vom Gewinn ab. Individuelle Faktoren wie Gesundheitszustand und Tarifwahl beeinflussen das Ergebnis.

Top-Tarife im Vergleich

Drei Leistungsstufen, damit Sie genau das absichern, was Ihnen wichtig ist.

Basis Schutz

ab 250 € / Monat

  • Günstiger Einstiegstarif
  • Leistungen auf Niveau der gesetzlichen Versicherung
  • Planbarer, einkommensunabhängiger Beitrag

Premium Schutz

ab 540 € / Monat

  • Komplettpaket mit Chefarztbehandlung und hohen Übernahmesätzen
  • Höchste Erstattung auch bei alternativen Heilmethoden
  • Umfassendes Krankentagegeld
Zum Tarifrechner

Alle Preisangaben sind Beispielrechnungen auf Basis eines 30-jährigen Angestellten ohne Vorerkrankungen.

Welche Leistungen sind für Selbstständige wichtig?

Beliebte Leistungsbausteine, die Sie bei Ihrer privaten Krankenversicherung wählen können.

Zahnbehandlung und Zahnersatz

Die PKV sollte hohe Kosten für Zahnbehandlungen, Kronen, Implantate und anderen Zahnersatz zu mindestens 80 % übernehmen.

Chefarztbehandlung und Einzelzimmer

Oft ein Kostentreiber: Wie wichtig sind Ihnen diese Leistungen? Das ist eine persönliche Entscheidung.

Vorsorgeuntersuchungen

Die PKV sollte die wichtigen Vorsorgeuntersuchungen ohne Einschränkungen erstatten. Wer selbstständig ist, kann sich lange Ausfälle am wenigsten leisten.

Heilmittel

Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie sollten ohne enge Leistungsbegrenzungen erstattet werden, damit Sie schnell wieder arbeitsfähig sind.

Sehhilfen

Je nach Bedarf sollten Zuschüsse für Brillen, Gläser und Kontaktlinsen vorgesehen sein.

Hilfsmittel

Die PKV sollte medizinisch notwendige Hilfsmittel wie Hörgeräte, Bandagen oder orthopädische Einlagen bezahlen.

Unterkunft und Wahlleistungen

Ein- oder Zweibettzimmer und medizinische Wahlleistungen, je nach gewünschtem Komfort im Krankenhaus.

Sparen Sie bis zu 25 % bei Ihrer privaten Krankenversicherung

Wir vergleichen den gesamten Markt und finden den Tarif mit dem besten Verhältnis aus Leistung und stabilem Beitrag.

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In 10 Minuten das Wichtigste zur PKV

Wir zeigen Ihnen, was Sie vor einem Wechsel in die private Krankenversicherung wissen sollten.

  • Schritt für Schritt verständlich erklärt
  • Unabhängig, klar und praxisnah
  • Kompakt auf den Punkt gebracht

1. Für wen ist eine PKV sinnvoll?

2 Min Lesezeit

Erfahren Sie, für wen sich die private Krankenversicherung besonders eignet und welche Unterschiede zur gesetzlichen Krankenversicherung dabei wichtig sind.

Mehr erfahren

2. Welche Voraussetzungen gelten für die Aufnahme?

2 Min Lesezeit

Welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, um in die private Krankenversicherung aufgenommen zu werden.

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3. Was gibt es bei der Gesundheitsprüfung zu beachten?

2 Min Lesezeit

So läuft die Gesundheitsprüfung in der PKV und worauf Sie bei den Gesundheitsfragen achten sollten.

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4. Wie hoch sind die Kosten im Alter?

2 Min Lesezeit

Wie sich die Beiträge in der privaten Krankenversicherung entwickeln und was sie im Alter stabil hält.

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5. Wo liegen zentrale Unterschiede: GKV gegen PKV?

3 Min Lesezeit

Vergleichen Sie die wichtigsten Unterschiede zwischen gesetzlicher und privater Krankenversicherung.

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6. Wie läuft der Wechsel in die PKV ab?

2 Min Lesezeit

Vom Erstgespräch bis zum Antrag: der Ablauf eines Wechsels Schritt für Schritt erklärt.

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7. Was tun bei einer Beitragserhöhung?

2 Min Lesezeit

Ihre Rechte und Optionen, wenn Ihr Versicherer den Beitrag anpasst.

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8. Welche Leistungen sind besonders wichtig?

3 Min Lesezeit

Zahnersatz, Heilpraktiker, Einzelzimmer: worauf es bei den Tarifbedingungen wirklich ankommt.

Mehr erfahren
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Häufige Fragen

Können sich Selbstständige immer privat versichern?

Ja. Wer hauptberuflich selbstständig ist, hat freien Zugang zur privaten Krankenversicherung, unabhängig vom Einkommen. Es gibt keine Versicherungspflichtgrenze wie bei Angestellten.

Bekommen Selbstständige einen Zuschuss zum Beitrag?

Nein, weil kein Arbeitgeber beteiligt ist. Dafür ist der Beitrag unabhängig vom Gewinn und damit planbar. Die Krankenversicherungsbeiträge lassen sich zudem steuerlich geltend machen.

Warum ist Krankentagegeld für Selbstständige so wichtig?

Ohne Arbeitgeber gibt es keine Lohnfortzahlung. Ein Krankentagegeld ersetzt Ihren Verdienstausfall ab einem vereinbarten Tag und sichert so Ihren Lebensunterhalt bei längerer Krankheit.

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