Wer als privatversicherter Elternteil die Situation bei einer Kinderkrankheit absichern möchte, muss aktiv handeln.
Schritt 1: Bestehenden Krankentagegeldtarif prüfen. Falls bereits ein Krankentagegeldtarif besteht, lohnt ein Blick in die Versicherungsbedingungen. Ist der Leistungsfall „Pflege eines erkrankten Kindes“ ausdrücklich aufgeführt? Fehlt diese Formulierung, greift der Tarif in dieser Situation nicht.
Schritt 2: Zusatzbaustein anfragen. Beim Versicherer direkt nach einem Krankentagegeldzusatz für Fälle der Kindpflege anfragen. Nicht alle Versicherer bieten diesen Baustein an. Wer ihn anbietet, führt ihn als separaten Tarifzusatz mit eigenem Beitrag.
Schritt 3: Beitrag und Leistung abwägen. Der Zusatzbaustein kostet typisch 5 bis 15 Euro pro Monat, abhängig vom vereinbarten Tagessatz. Der Tagessatz orientiert sich am täglichen Einkommensverlust. Typische Tagessätze liegen zwischen 100 und 200 Euro pro Tag. Karenztage reduzieren den Beitrag, begrenzen aber die Erstattung auf längere Krankheitsphasen.
Schritt 4: Versicherungsbedingungen prüfen. Entscheidend ist die genaue Formulierung im Bedingungstext. Begriffe wie „Betreuung“, „Pflege“ und „Beaufsichtigung“ haben jeweils unterschiedliche Reichweiten. Vor Abschluss sollte klar sein, welcher Krankheitsfall genau abgedeckt ist.