Expertentipps

Worauf es beim Optionstarif vor dem Abschluss ankommt.

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Den Gesundheitszustand einfrieren, solange er gut ist

Die Option wird mit der heutigen Gesundheitsprüfung gekauft. Jedes Jahr Wartezeit ist ein Jahr, in dem eine neue Diagnose den Zugang zur PKV verteuern oder versperren kann. Abgeschlossen wird sie deshalb am besten, solange nichts vorliegt.

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Laufzeit und Anlässe prüfen

Optionstarife gelten üblicherweise ein bis fünf Jahre und knüpfen die Ausübung oft an Anlässe wie das Überschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze, das Studienende oder die Verbeamtung. Wer den Anlass verpasst, verliert das Recht.

03

Option gilt nur im eigenen Haus

Das Wechselrecht besteht ausschließlich gegenüber dem Versicherer, bei dem die Option läuft. Die Anbieterwahl trifft man also heute mit, nicht erst beim Wechsel, sie gehört entsprechend sorgfältig vorbereitet.

04

Nicht mit der Anwartschaft verwechseln

Wir empfehlen, sich vor dem Abschluss alle drei Stufen vom Versicherer anbieten zu lassen und Preis gegen Absicherungstiefe zu legen. Welche passt, entscheiden Dauer und Sicherheit des eigenen Wechselszenarios.

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Inhalt
  1. So funktioniert er
  2. Was er kostet
  3. Für wen sinnvoll
  4. Stufen im Vergleich
  5. Aus der Beratung
  6. Pflicht zum Ziehen?
  7. Erkrankung während Laufzeit
  8. Optionen für Kinder

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Optionstarif: Funktion, Kosten und Abgrenzung

Wie funktioniert der Optionstarif?

Beim Abschluss eines Optionstarifs durchläuft der Kunde einmal die normale Gesundheitsprüfung. Fällt sie positiv aus, garantiert der Versicherer für die Laufzeit der Option, ihn später ohne erneute Prüfung und ohne Wartezeiten in die Vollversicherung oder eine höhere Tarifstufe aufzunehmen. Risikozuschläge dürfen dann nur auf Basis des damaligen Befunds erhoben werden, nicht wegen neuer Diagnosen.

Eine Versicherungsleistung im Krankheitsfall enthält der Optionstarif selbst nicht, er ist ein reines Recht. Genau deshalb ist er so günstig und genau deshalb lohnt er sich nur für Menschen mit einem absehbaren Wechselwunsch.

Was kostet ein Optionstarif?

Die Prämie liegt als Erfahrungswert zwischen wenigen Euro und rund zehn Euro im Monat, je nach Versicherer, Alter und Umfang der Option. Gemessen am Risiko, das er absichert, ist das wenig.

Eine einzige zwischenzeitliche Diagnose, etwa eine begonnene Psychotherapie oder ein neu eingestellter Bluthochdruck, kann beim regulären Antrag einen dauerhaften Risikozuschlag von 25 bis 30 Prozent bedeuten oder die Annahme ganz verhindern. Die Option ist damit eine Versicherung der eigenen Versicherbarkeit. Steuerlich zählt die Prämie zu den sonstigen Vorsorgeaufwendungen, daher planen Sie keinen Abzugseffekt mit ein.

Für wen lohnt sich die Option?

Das klassische Profil sind Angestellte, deren Gehalt sich der Jahresarbeitsentgeltgrenze nähert, die sie aber noch nicht überschreiten. Sie dürfen noch nicht wechseln, wollen sich den Zugang aber sichern. Dazu kommen Studenten und Berufseinsteiger, die den günstigen Gesundheitszustand in ihrem jungen Alter sichern wollen, Beamtenanwärter bis zur Verbeamtung und gesetzlich Versicherte, die eine spätere Selbstständigkeit planen.

Auch innerhalb der PKV gibt es Optionen. Wer heute nur einen Einsteigertarif bezahlen kann, sichert sich das spätere Höherstufen in die Komfort-Stufe ohne neue Gesundheitsprüfung. Wenig sinnvoll ist die Option für alle, die bereits wechselberechtigt und entschlossen sind, denn sie können direkt einen Antrag stellen.

Optionstarif, kleine und große Anwartschaft: was unterscheidet die Stufen?

Der Markt kennt drei Stufen desselben Gedankens und sie werden ständig verwechselt.

StufeWas gesichert wirdTypischer Preis (Erfahrungswert)
OptionstarifWechselrecht ohne neue Gesundheitsprüfung, befristet auf meist ein bis fünf Jahremeist unter zehn Euro im Monat
Kleine AnwartschaftGesundheitszustand plus bereits angesparte Alterungsrückstellungen, ohne Ablaufdatum (etwa bei Auslandsaufenthalt oder gesetzlicher Pflicht)rund fünf bis zehn Prozent des Tarifbeitrags
Große AnwartschaftGesundheitszustand plus weiterer Aufbau der Alterungsrückstellungen, Eintrittsalter wie eingefrorenrund 30 bis 45 Prozent des Tarifbeitrags

Ein reiner Optionstarif bildet also keine Alterungsrückstellungen und friert das Eintrittsalter nicht ein. Wer beides will, braucht die große Anwartschaft und zahlt entsprechend. Welche Stufe passt, hängt an Dauer und Wahrscheinlichkeit des Wechselszenarios: je länger und sicherer der Weg in die PKV, desto eher lohnt die größere Lösung.

Was sehen wir in der Beratung?

In der Beratung sehen wir die Option am häufigsten dort scheitern, wo sie nie abgeschlossen wurde. Der Interessent wollte erst über der Jahresarbeitsentgeltgrenze entscheiden und in der Zwischenzeit kam die Diagnose.

Wir empfehlen jedem, der den PKV-Wechsel in den nächsten Jahren ernsthaft erwägt, die Versicherbarkeit heute zu sichern, über einen Optionstarif, statt auf den perfekten Zeitpunkt zu warten. Die Auswahl des Versicherers gehört dabei an den Anfang, denn mit der Option bindet man sich faktisch an den Versicherer. Eine anonyme Voranfrage bei mehreren Anbietern klärt vorher, wo die Bedingungen am besten sind.

Muss ich die Option am Ende der Laufzeit ziehen?

Nein, es ist ein Recht, keine Pflicht. Läuft die Option ungenutzt aus, verfällt sie ersatzlos samt gezahlter Prämien. Manche Versicherer bieten eine Verlängerung an, dann allerdings häufig mit erneuter Gesundheitsprüfung.

Was passiert bei einer Erkrankung während der Optionslaufzeit?

Genau dafür ist die Option da. Der spätere Wechsel läuft zum damaligen Gesundheitszustand, neue Diagnosen bleiben außen vor. Wichtig ist, beim Abschluss der Option vollständig zu antworten, denn für die ursprüngliche Prüfung gilt die Anzeigepflicht nach § 19 VVG uneingeschränkt.

Gibt es Optionstarife auch für Kinder?

Bei vielen Versicherern ja, oft im Rahmen der Familienverträge. Eltern sichern damit die spätere Versicherbarkeit des Kindes unabhängig von dessen Gesundheitsentwicklung, was bei chronischen Kinderkrankheiten den Unterschied über ein ganzes Versichertenleben machen kann.

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