Inhalt
  1. Was die Anzeigepflicht genau verlangt
  2. Rechtsfolgen bei einer Verletzung
  3. Die anonyme Risikovoranfrage als sicherer Weg

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Im Detail

Was verlangt die Anzeigepflicht genau?

Der Antragsteller muss alle Erkrankungen, Behandlungen und Beschwerden innerhalb des im Antrag definierten Fragezeitraums vollständig angeben. Dieser Zeitraum variiert je nach Versicherer, häufig sind es die letzten drei oder zehn Jahre.

Wird etwas verschwiegen, auch unabsichtlich, kann der Versicherer später Risikozuschläge nachfordern, Leistungen ausschließen oder den Vertrag anfechten. Wer bei der Antragstellung unsicher ist, welche Vorerkrankungen anzugeben sind, sollte im Zweifel alle Behandlungen des relevanten Fragezeitraums vollständig nennen. Umgekehrt gilt: Was nicht gefragt wurde, muss nicht angegeben werden. Wer freiwillig mehr angibt als gefragt, riskiert unnötige Einschränkungen.

Welche Rechtsfolgen drohen bei einer Verletzung?

Das Versicherungsvertragsgesetz regelt die Folgen einer Anzeigepflichtverletzung in § 19 Abs. 2 bis 4 VVG abgestuft nach dem Verschulden. Bei einfacher Fahrlässigkeit kann der Versicherer den Vertrag kündigen oder anpassen, bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz kann er zurücktreten. Wie lange er diese Rechte hat, regelt § 21 VVG.

Die arglistige Täuschung ist die gravierendste Form. Sie gibt dem Versicherer nach § 22 VVG das Recht, den Vertrag rückwirkend anzufechten, was zum vollständigen Verlust des Versicherungsschutzes führt. Nach unserer Erfahrung werden vorvertragliche Anzeigepflichtverletzungen besonders häufig bei der ARAG Krankenversicherung festgestellt.

Warum ist die anonyme Risikovoranfrage der sichere Weg?

Die anonyme Risikovoranfrage erlaubt es, vor dem formalen Antrag zu prüfen, welche Tarife bei ehrlichen Angaben zugänglich sind, ohne Namen und ohne Vertragsbindung. Wer erst nach der Voranfrage den formalen Antrag stellt, kann sicher sein, keine Vorerkrankungen zu verschweigen, und kennt zugleich die besten erreichbaren Konditionen.

Wir empfehlen, vor jedem Antrag auf eine private Krankenversicherung eine anonyme Risikovoranfrage zu stellen. So erhalten Sie Klarheit über erreichbare Tarife und die Anfrage bleibt ohne Risiko für den späteren Vertrag.

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Ein Wechsel in die private Krankenversicherung ist für Sie voraussichtlich nicht empfehlenswert.

Ab einem Alter von 55 Jahren ist die Aufnahme in die private Krankenversicherung häufig nur noch eingeschränkt möglich. Zudem kann ein später Wechsel mit höheren Beiträgen verbunden sein.

Uns ist wichtig, dass sich ein Wechsel für Sie auch langfristig lohnt. Deshalb möchten wir Ihnen keine Beratung empfehlen, wenn wir bereits anhand Ihrer Angaben erkennen, dass die Voraussetzungen dafür eher ungünstig sind.

Sie sind sich unsicher oder möchten Ihre Angaben korrigieren? Melden Sie sich gerne bei uns. Wir helfen Ihnen bei der Einordnung.

 

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