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Warum senkt die Rückdatierung den Beitrag?
In der PKV wird der Beitrag bei Vertragsbeginn anhand des Eintrittsalters kalkuliert. Je jünger der Versicherte zu Beginn ist, desto niedriger fällt der Beitrag über die gesamte Laufzeit aus. Liegt der Antrag kurz nach einem Geburtstag, rutscht der Tarif in eine teurere Altersstufe. Eine Rückdatierung auf einen Zeitpunkt vor dem Geburtstag hält das frühere Eintrittsalter fest. Der Effekt wirkt dauerhaft, weil das Eintrittsalter über die Jahre Bestandteil der Beitragsberechnung bleibt.
Was kostet die Rückdatierung?
Wird der Versicherungsbeginn zurückverlegt, sind die Beiträge ab diesem früheren Datum fällig. Diesen Zeitraum bezeichnet man als technische Rückdatierung, weil er allein der Berechnung des Eintrittsalters dient. Leistungen lassen sich für die zurückliegende Zeit nicht abrufen, der eigentliche Versicherungsschutz beginnt erst mit der Annahme des Antrags. Ob sich die Rückdatierung lohnt, ergibt der Vergleich aus der nachzuzahlenden Summe und der monatlichen Ersparnis über die Laufzeit.
Wo liegen die Grenzen?
Versicherer begrenzen den Zeitraum, um den ein Vertrag zurückdatiert werden darf. Üblich sind je nach Gesellschaft und Tarif wenige Monate, in Einzelfällen bis zu einem Jahr. Eine Rückdatierung ist außerdem nur sinnvoll, wenn die Ersparnis die Nachzahlung übersteigt. Wir prüfen im Rahmen der Beratung, ob ein zurückverlegter Beginn im konkreten Tarif möglich ist und ab welcher Ersparnis er sich rechnet.
