Aus mehr als 5.000 Gesundheitsprüfungen ergibt sich eine klare Beobachtung. Die Frage, ob die PKV sinnvoll ist, wird oft zu spät gestellt. Viele Angestellte warten nach dem Überschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze ein bis zwei Jahre, bevor sie eine Beratung suchen. Jedes Jahr Aufschub erhöht den Einstiegsbeitrag.
Wir empfehlen, die Eignungsfrage spätestens beim ersten Jahresgespräch nach dem Überschreiten der Grenze zu prüfen. Die ersten Jahre danach sind oft die wirtschaftlich günstigsten für einen Eintritt, weil das Eintrittsalter die Beitragshöhe maßgeblich bestimmt.
Auch bei einem Einkommen über der Grenze kann ein Verbleib in der gesetzlichen Versicherung sinnvoll sein, wenn Vorerkrankungen zu erheblichen Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen in der PKV führen würden. Eine anonyme Risikovoranfrage klärt das vor jeder Entscheidung.
Bei geplanter Familie mit einem Partner ohne eigenes hohes Einkommen empfiehlt sich oft die Kombination aus privater und gesetzlicher Versicherung, also der Hauptverdiener in der PKV sowie Partner und Kinder in der gesetzlichen Familienversicherung. Das spart in vielen Konstellationen erheblich gegenüber einer Vollversicherung aller Familienmitglieder in der PKV. Voraussetzung für diese Kombination ist, dass Sie nicht verheiratet sind.