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Selbstständige und Freiberufler können sich zwischen der privaten Krankenversicherung sowie der gesetzlichen Krankenversicherung entscheiden. Ein angestellter Arbeitnehmer hat diese Option erst, wenn er die Versicherungspflichtgrenze überschreitet. Als Selbstständiger ist eine Wahl zwischen PKV und GKV unabhängig vom Einkommen möglich.

Es gibt also keine Bedingungen, die erfüllt werden müssen, um sich für die private Krankenversicherung für Selbstständige entscheiden zu können. Um jedoch freiwillig versichertes Mitglied der gesetzlichen Krankenversicherung zu werden, müssen vorher bestimmte Versicherungszeiten in der GKV bestanden haben.

Welche Punkte außerdem für die PKV als Selbstständiger wichtig sind, erläutert der folgende Ratgeber.


Die PKV für Selbstständige auf einen Blick

Wer die Wahl zwischen der gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung hat, braucht Tipps und Fakten. Die Wichtigsten sind hier im Überblick für Existenzgründer zusammengefasst:

  • Die Entscheidung für die PKV ist die Wahl für die bestmögliche medizinische Versorgung.
  • Dabei sind die Beiträge stark vom Eintrittsalter abhängig. Bedeutet: Je jünger der Versicherungsnehmer ist, desto preiswerter die PKV.
  • Junge Selbstständige können eine private Krankenversicherung bereits für 180 bis 220 Euro monatlich abschließen
  • Individuelle Wahl des Versicherungstarifs mit entsprechenden Leistungen. Ebenfalls können zusätzliche Leistungen vereinbart werden.
  • Beim Wechsel in die PKV wird Ihr Gesundheitszustand bewertet. Der Wechsel von der gesetzlichen Krankenversicherung zurück in die private Krankenversicherung ist unter Einhaltung von Kündigungsfrist und einer guten Gesundheit ebenso möglich wie von der PKV in die GKV (außer ab einem Alter von 55 Jahren)
  • Mithilfe von tariflichen Entlastungsoptionen ist eine Begrenzung der Kosten möglich (als Beispiel die Altersrückstellungen – lesen Sie hier mehr zur PKV im Alter)


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Private Krankenversicherung (PKV) vs. gesetzliche Krankenversicherung (GKV)

Im Gegensatz zum Arbeitnehmer, wo sich der Arbeitgeber mit seinem Anteil an den Beiträgen zur Krankenversicherung beteiligt, hat der Selbstständige die Versicherungsbeiträge für die PKV selbst zu bezahlen. Das gilt im Übrigen unabhängig davon, ob er sich privat krankenversichert oder freiwillig der GKV beitritt. Ein gesetzlich Versicherter zahlt derzeit ca.14,60 Prozent seines Einkommens.

  • Als Mindesteinkommen sind 1.096,67 Euro festgelegt. Somit muss er mindestens 160 Euro bezahlen. Hinzu kommen Pflegeversicherung, Krankengeld und kassenindividueller Zusatzbeitrag.
  • Bei einem hohen Verdienst kann der Beitrag bei mehr als 750 Euro liegen. In der privaten Krankenversicherung für Selbstständige hingegen erhält der Versicherungsnehmer einen Top-Tarif bereits für unter 600 Euro.
  • Bei der Entwicklung der Beiträge gibt es zudem Unterschiede. So ist es in der privaten Krankenversicherung lediglich möglich, dass die Versicherungsbeiträge für die Krankenversicherung steigen. In der GKV für Selbstständige hingegen muss der Versicherungsnehmer mit einer jährlichen Beitragssteigerung von 2 bis 3 Prozent rechnen.
  • Der Leistungsumfang unterscheidet sich darüber hinaus signifikant. Während ein GKV-Versicherter die gleichen Leistungen wie jeder andere hat, wählt sie der PKV-Versicherte individuell. Hinzu kommt, dass einmal versicherte Leistungen in der privaten Krankenversicherung nicht gekürzt werden dürfen. In der gesetzlichen Krankenversicherung hingegen schon.
  • Ein weiterer großer Unterschied ist die Versicherung für Familienmitglieder. Wer in der GKV versichert ist, kann die Kinder kostenfrei mitversichern. Gleiches gilt für die Ehefrau, wenn diese keiner Arbeit nachgeht. In der PKV gestaltet sich das anders. Hier muss jedes Mitglied einen eigenen Vertrag inklusive Gesundheitsprüfung abschließen. Somit steigen entsprechend die Beiträge. Mehr dazu im Beitrag zur privaten Krankenversicherung für Kinder.
  • Ebenfalls muss auf das Krankentagegeld in der privaten Krankenversicherung als auch in der Gesetzlichen geachtet werden, da die Arbeitskraft des Selbstständigen entscheidend für sein Einkommen ist. Bei beiden Versicherungsträgern ist der Verdienstausfall nicht pauschal mitversichert. Es wird also eine zusätzliche Versicherung mit einem extra Versicherungsbeitrag nötig.

    Alternativ hierzu kann in der GKV zu den bisherigen 14,6 Prozent eine Erhöhung um 0,6 Prozentpunkte vorgenommen werden. Dafür leistet diese wie bei Arbeitnehmern dann ab dem 43. Tag der Arbeitsunfähigkeit ein maximales Krankentagegeld (für 2021 gedeckelt auf die Beitragsbemessungsgrenze) von 70 Prozent, also maximal 113 Euro am Tag.

Welche Voraussetzungen gelten für die PKV?

Wer als Arbeitnehmer in die private Krankenversicherung eintreten will, der muss mit seinem Einkommen über die Versicherungspflichtgrenze kommen. Seit dem 1. Januar 2021 ist diese auf 64.350 Euro jährlich, (5.362.50 Euro monatlich) festgelegt. Diese Anpassung findet jährlich statt und entspricht der Einkommensentwicklung.

  • Für Selbstständige, die sich in der privaten Krankenversicherung versichern möchten, gilt diese freilich nicht. Sie dient lediglich dem angestellten Arbeitnehmer als Orientierung, ab wann dieser die Wahl hat.
  • Grundsätzlich besteht bei der Antragstellung bei der privaten Krankenversicherung für Selbstständige die Pflicht, eine Gesundheitsprüfung (wahrheitsgemäße Beantwortung der Gesundheitsfragen bei Antragstellung) abzulegen. Dies ist obligatorisch und nur in einem einzigen Fall nicht nötig. Denn seit Anfang 2009 muss die PKV einen Basistarif anbieten. Dieser steht Selbstständigen ohne eine vorherige Gesundheitsprüfung und in bestimmten Situationen offen.
  • Eine Gesundheitsprüfung muss ehrlich und nach besten Wissen und Gewissen beantwortet werden. So wird neben der körperlichen etwa ebenso die geistige Fitness abgefragt. Zudem werden über diese mögliche Vorerkrankungen festgestellt. Relevante Erkrankungen, die bereits bestehen, können über Leistungsausschlüsse gestrichen oder über einen höheren Beitrag mitversichert werden. Ebenso ist jedoch möglich, dass der Versicherer einer Annahme des Antrags aufgrund des Gesundheitszustandes widerspricht.
  • Es ist als Selbstständiger mit besonderen gesundheitlichen Einschränkungen daher sinnvoll, eine anonymisierte Anfrage zu stellen. So führt eine mögliche Ablehnung nicht zu Problemen bei anderen Versicherern, bei denen in der Folge ein Antrag gestellt wird.

Kann ich von der PKV in die GKV zurückwechseln?

Generell lässt sich festhalten, dass wenn der Selbstständige seinen Status aufgibt und wieder ein Angestelltenverhältnis annimmt, eine Rückkehr in die gesetzliche Krankenversicherung möglich ist. Allerdings gibt es hier zwei Einschränkungen:

  1. Jahresarbeitsentgeltgrenze: Der ehemalige Selbstständige kann sich in der GKV versichern, solange sein Einkommen unterhalb der aktuell geltenden Versicherungspflichtgrenze liegt.
  2. Der Antragsteller nicht älter als 55 Jahre ist: Hiermit soll vom Gesetzgeber aus vermieden werden, das privat Krankenversicherte im hohen Alter zurück in die Gesetzliche wechseln, um das System auszunutzen. Schließlich hat die PKV gerade in jungen Jahren Vorteile, wohingegen im Alter die GKV aufgrund der Beiträge interessanter ist.

Dabei sollte in jedem Fall nicht vergessen werden, dass in der privaten Krankenversicherung über die Jahre Rückstellungen angesammelt werden. Bei einem Wechsel zurück in die gesetzliche Krankenversicherung gingen diese Altersrückstellungen verloren. Insofern ist es sinnvoll, in der PKV für Selbstständige in jungen Jahren bereits Entlastungsoptionen in den Fokus zu setzen. So können steigende Beiträge gut abgefedert werden.

PKV-Kosten für Selbstständige: Entwicklung, Steuern und Co.

Die für den Selbstständigen entscheidende Frage am Ende ist stets: „Was kostet eine private Krankenversicherung?“ Schließlich muss er kalkulieren können.

  • Der Beitrag in der PKV für Selbstständige ist grundsätzlich abhängig vom Eintrittsalter, dem individuellen Gesundheitszustand sowie den gewählten Leistungen.
  • Ebenfalls eine Rolle spielt der gewählte Selbstbehalt. Ein Betrag, der sich üblicherweise auf 0 Euro, 500 Euro oder 1.000 Euro beläuft. Bis zu diesem Selbstbehalt-Betrag müssen medizinische Behandlungen selbst bezahlt werden. Erst im Anschluss tritt der Versicherer als Leistungsträger ein.
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Beispielrechung

  • Ein 25-Jähriger privat Versicherter würde ohne Selbstbehalt als Beispiel 450 Euro bezahlen, mit 500-Euro-Selbstbehalt rund 320 Euro und mit 1.000-Euro-Selbstbehalt nur etwa 280 Euro. Das Einkommen spielt in Bezug auf den Versicherungsbeitrag im Gegensatz zum Alter keine Rolle. Es ist kostengünstiger bereits als Student eine PKV abzuschließen.
  • So zahlt ein 45-Jähriger mit einem guten PKV-Tarif etwa 640 Euro ohne Selbstbehalt, mit 500-Euro-Selbstbehalt etwa 500 Euro oder 460 Euro bei 1.000 Euro Selbstbeteiligung. Hinzu kommen mögliche Kosten für einen Risikozuschlag aufgrund des Gesundheitszustands oder nötige Zusatzversicherungen wie die für das Krankentagegeld.

Mindest- und Höchsbetrag für PKV

Nun stellt sich selbstverständlich die Frage, ob es einen Mindest- oder Höchstbetrag für die private Krankenvollversicherung gibt?

  • Hier kommt der eingangs bereits angesprochene Basistarif ins Spiel. Dieser dient vor allem PKV-Versicherten als Alternative, wenn sich diese den eigentlichen Tarif nicht mehr leisten können.
  • Hier gibt es die Höchstgrenze von 769 Euro, was dem Beitrag entspricht, der maximal in der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt werden müsste.

Beitragsrückerstattung

Interessant zu wissen ist zudem, dass es in der privaten Krankenversicherung teilweise eine Beitragsrückerstattung (BRE) bei Leistungsfreiheit gibt.

  • Da die PKV stets bemüht ist, die Kosten gerecht zu verteilen, erhält der Versicherungsnehmer bei nicht in Anspruch genommenen Leistungen laut Vertrag eine Teilerstattung seiner gezahlten Beiträge.

Steuerlich absetzbar

Ebenfalls ist der PKV-Beitrag steuerlich absetzbar. Im Rahmen des Bürgerentlastungsgesetzes ist jedoch festgehalten, das sämtliche Leistungen über denen der Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung hierfür herausgerechnet werden müssen.

Arbeitslosigkeit

Relevant wird dieses Thema zudem, wenn die Arbeitslosigkeit eintritt.

  • Wird der Versicherungsnehmer aufgrund des Bezugs von ALG I versicherungspflichtig, tritt automatisch eine gesetzliche Krankenversicherungspflicht ein.
  • Der Versicherte kann innerhalb einer Frist von zwei Wochen einen entsprechenden Versicherer aussuchen.
  • Eine Ausnahme besteht für Privatversicherte, die 55 Jahre alt sind. In der Regel bleiben diese selbst bei Arbeitslosigkeit in der PKV versichert.

Entscheidungshilfe: PKV für Selbstständige sinnvoll?

Eine pauschalisierte Antwort, welche Wahl die Beste ist, ist selbstverständlich wenig seriös. Dennoch lassen sich einige Punkte festhalten.

unterschiede

PKV für Selbstständige, wenn…

  • Denn die private Krankenversicherung für Selbstständige lohnt sich insbesondere für Menschen, die noch relativ jung sind und aktuell nicht über die Gründung einer Familie inklusive Kinder nachdenken. Zudem ist sie für alle sinnvoll, die ihren Krankenversicherungsschutz gerne selbst bestimmen.
  • Denn mit der Wahl des privaten Krankenversicherers besteht die Option, den gewünschten Versicherungsschutz den individuellen Ansprüchen und Anforderungen entsprechend anzupassen. So wird für eine Leistung bezahlt, die ausdrücklich gewünscht ist. Hinzu kommt, dass einmal vertraglich definierte Leistungen nicht wieder gestrichen werden können. Selbst in hohem Alter ist also auf diese Verlass.

GKV für Selbstständige, wenn…

  • Die Wahl für die GKV als Versicherer in der Selbstständigkeit ist vor allem bei einem permanent geringeren Einkommen, dem Wunsch nach Familie und Kindern sowie einem bereits älteren Semesters interessant.
  • Schließlich können Familienmitglieder hier kostenfrei mitversichert werden. Dafür gibt man die Sicherheit der bestehenden Leistungen ebenso auf wie die Wahl dessen, was als Versicherungsleistung inkludiert sein soll.
  • Denn die gesetzliche Krankenversicherung kann einmal vereinbarte Leistungen bei Bedarf streichen, sodass diese vom Versicherungsnehmer auf Wunsch zusätzlich versichert werden müssen. Somit sind bei der GKV geringer Kosten zu erwarten, welche jedoch mit geringeren Leistungen ausgeglichen werden. Die Kosten in der PKV sind entsprechend etwas höher, dafür erhält der Versicherungsnehmer mehr Leistungen.

Welche Tarife gibt es in der PKV für Selbstständige?

Die angebotenen Tarife sind vielfältig, daher sollten Sie vorab einen PKV-Tarifvergleich erstellen und Leistungen miteinander vergleichen. Bereits erwähnt wurde der Basistarif, welcher unter bestimmten Umständen für privat Versicherte zugänglich ist. Darüber hinaus gibt es noch einige Weitere, die brancheneinheitlich sind:

Standardtarif

  • Dieser Tarif entspricht den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung. Somit bietet er eine verhältnismäßig günstige Alternative für alle Versicherten, die schon länger privat versichert sind. Denn er beschränkt sich im Beitrag auf den Höchstsatz der GKV.
  • Hinzu kommt der Beitrag zur Pflegeversicherung. Dieser Standardtarif steht zudem Familienangehörigen offen, die in der GKV über die Familienversicherung mitversichert wären.

Notlagentarif

  • Generell ist es dem Privatversicherer nicht möglich, dem Versicherten bei einer Nichtzahlung der Versicherungsprämie einfach zu kündigen. Der Versicherte kann jedoch in einen Notlagentarif wechseln.
  • Wichtig ist in jedem Fall, frühzeitig Kontakt zum privaten Versicherungsträger aufzunehmen, um eine Lösung zu finden. Denn in diesem Tarif werden lediglich die Kosten für die Behandlung „akuter Behandlungen und Schmerzzustände“ übernommen.

Premiumtarif

Der Krankenvolltarif umfasst eine Vielzahl von Leistungen, die der Versicherungsnehmer bei Antragsstellung definiert. Je nach gewählten Krankenversicherungsleistungen richtet sich folglich der zu zahlen Beitrag. Darüber hinaus bieten sich diverse Optionen, um den Versicherungsschutz, etwa in Bezug auf das Krankengeld, anzupassen.

Welche Leistungen sind wichtig – wo unterscheiden sich Tarife?

Das Leistungsspektrum der privaten Krankenversicherung für Selbstständige ist groß. Daher sollte auf einige genau geachtet werden, andere hingegen sind erst einmal nebensächlich.

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Zahnersatz

  • Hier gilt es eine Entscheidung darüber zu treffen, ob die zahnärztliche Leistung komplett übernommen werden soll oder nur zu einem Teil.
  • Generell ist eine Übernahme von mindestens 65 Prozent der Kosten zu empfehlen. Gleiches gilt für Implantate. Die Aufwendungen für Zahnbehandlungen sollten zu mindestens 80 Prozent gedeckt sein.

Chefarzt

  • Sinnvoll ist, die freie Arzt- und Krankenhauswahl vertraglich im Tarif festgelegt zu haben. Passt Ihnen ein Experte nicht, so können sie stets einen anderen aufsuchen.
  • Bei der Chefarztbehandlung hingegen scheiden sich die Geister. Diese Entscheidung ist eher individueller Natur, da auch der diensthabende Stationsarzt eine gute Alternative ist.

Einzelbettzimmer

  • Hier gilt das Gleiche wie beim Chefarzt. Jeder muss persönlich entscheiden, ob ihm das Einzelbettzimmer wichtig ist oder das Zweibettzimmer ausreicht.
  • Wichtig allerdings ist, aus den beiden eine Option zu wählen, denn ein Mehrbettzimmer sollte es tunlichst nicht sein.

Krankentagegeld

  • Gerade für Selbstständige ist das Krankentagegeld eine wichtige Leistung, die nicht vergessen werden sollte. Hier sollten mindestens sechs Wochen Ersatzzahlung vereinbart werden.
  • Ebenso ist auf eine Zahlung von 70 Prozent des Nettoarbeitsentgelts zu achten.

Vorsorgeuntersuchungen

Die Übernahme der Vorsorgeuntersuchungen ist zwingend, als Umfang der tariflich vereinbarten Leistung festzuhalten, um Erkrankungen schon frühzeitig erkennen zu können.

Sehhilfe

In Bezug auf die Brille ist eine Kostenübernahme von 75 Prozent anzustreben. Schließlich ist die Sehhilfe im Alltag essenziell und nicht der richtige Punkt, Kosten zu sparen.

Heilpraktiker

Da immer mehr Menschen auf den Heilpraktiker setzen, ist eine Übernahme der Kosten über die PKV interessant. Jedoch ebenso eine individuelle Entscheidung.

Beitragsrückerstattung

  • Praktische Erweiterung zum „normalen Tarif“, um bei Leistungsfreiheit bis zu drei Monatsbeiträge als Rückerstattung zu erhalten. Allerdings sollte hier der Rechner zur Hand genommen werden, ob sich der Mehraufwand finanziell am Ende auch lohnt.
  • Interessant zu wissen ist darüber hinaus, dass es bei bestimmten Leistungen möglicherweise Wartezeiten gibt, bevor diese teilweise oder vollständig erstattet werden. Daher ist das Kleingedruckte im Tarif wichtig!

Welche PKV für Selbstständige ist die Beste?

Die „beste private Krankenversicherung für Selbstständige“ gibt es pauschal nicht. Es gibt nur die optimale für jeden individuell.

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  • Denn die persönlichen Ansprüche variieren doch teils deutlich. Hier hilft etwa ein PKV-Rechner, der die persönlichen Gegebenheiten im Kontext der Anforderungen mit den angebotenen Krankenversicherern vergleicht.
  • Eine gute Ausgangsbasis bieten im Regelfall Fachmagazine wie das Handelsblatt, Stiftung Warentest oder Focus Money. Zu bedenken ist jedoch immer der individuelle Fall.
  • Da sich die Leistungen unterscheiden, gilt es folglich sein Augenmerk auf bestimmte Faktoren zu legen. Das bezieht sich zum einen auf die Leistungen des jeweiligen privaten Krankenversicherungsträgers, aber ebenso auf dessen Bewertung durch Versicherte.
  • Ebenso interessant in diesem Kontext ist die Beitragsentwicklung im spezifischen Unternehmen. So zeigt sich generell, dass seit 2011 die Beiträge in der GKV um rund 3,3 Prozent per anno gestiegen sind und die der PKV nur um 3,0 Prozent. Dennoch ist es gerade in einem Beratungsgespräch wichtig, die Beitragsentwicklung beim jeweiligen Versicherer gezielt anzusprechen.

Empfehlenswerte private Krankenversicherer für Selbstständige sind in diversen Tests:

  • ARAG
  • Continentale
  • Allianz
  • Signal Iduna
  • Hallesche
  • Hanse Merkur

Nächste Schritte & abschließende Tipps

Generell braucht es zum Abschluss einer PKV für Selbstständige nicht viel. Mit einem Antrag bei einem Versicherer ist der erste Schritt hin zur privaten Krankenversicherung bereits gemacht. Allerdings sollte im Vorfeld mit einem Experten über die unterschiedlichen Möglichkeiten gesprochen werden. Das kann bei einem Versicherungsvertreter vor Ort oder bei einem Makler erfolgen. Hilfreich ist im Vorfeld zudem ein PKV-Rechner, mit dem sich anhand der individuellen Daten bereits eine Vorauswahl treffen lässt.

  • Zwar kann eine private Krankenversicherung für Selbstständige ebenfalls in späteren Jahren sinnvoll sein. Die besten Jahre jedoch sind die Jungen, da hier die Beiträge noch gering sind.
  • Zudem gilt es bestimmte Fristen einzuhalten. Will der Versicherungsnehmer kündigen und zwischen zwei PKVs wechseln, ist eine Frist von drei Monaten zum Ende des laufenden Kalender- oder Versicherungsjahres hin zu wahren. Diese gilt selbstverständlich nicht, solange die Mindestlaufzeit noch nicht erfüllt ist.
  • Darüber hinaus muss eine Kündigung des aktuellen Versicherungsverhältnisses stets schriftlich erfolgen. Somit erfolgt eine „ordentliche Kündigung“ zum „nächstmöglichen Zeitpunkt“.
  • Zeitgleich muss jedoch schon eine Versicherung bei einem anderen Versicherer ab Zeitpunkt der Kündigung bestehen, da ein dauerhafter und lückenloser Versicherungsschutz gegeben sein muss.