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In der privaten Krankenversicherung (PKV) haben Versicherungsnehmer die Möglichkeit, aus einem umfangreichen Leistungsspektrum zu schöpfen. Die hierfür entstehenden PKV Kosten muss der Versicherte in einigen Fällen nicht allein tragen.

Aber welche Berufsgruppen profitieren von der privaten Krankenversicherung, welche Möglichkeiten zur Kostensenkung gibt es, was ist bei den Leistungen zu beachten und wie können die Kosten im Alter gesenkt werden?

Lesen Sie mehr in unsere umfassenden Beitrag zu den Kosten einer privaten Krankenversicherung!



Schnellüberblick: Das wichtigste auf einen Blick

  • Generell besteht in Deutschland eine Krankenversicherungspflicht. Jeder muss folglich für den Krankheitsfall abgesichert sein. In der privaten Krankenversicherung (PKV) gelten allerdings andere Grundsätze als in der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Entsprechend spielen für die Höhe der Beiträge, also für die PKV Kosten, unterschiedliche Faktoren eine wichtige Rolle:
  • Die Basis für den Krankenversicherungsbeitrag in der PKV ist das Eintrittsalter, mögliche Vorerkrankungen als auch der gewünschte Tarif.
  • Einige Faktoren haben Versicherungsnehmer selbst in der Hand. Hierzu zählt der Leistungsumfang der privaten Krankenversicherung als auch die Selbstbeteiligung. Insbesondere ein hoher Selbstbehalt kann die PKV Kosten erheblich senken, bringt aber auch Herausforderungen mit sich.
  • Aufgrund der medizinischen Inflation steigen die für die private Krankenversicherung aufzuwendenden Kosten. Allerdings gibt es Möglichkeiten, dieser Kostensteigerung entgegenzuwirken.
  • Vornehmlich für Menschen mit einem hohen Einkommen kann die PKV die günstigere Wahl sein.
  • Die PKV bietet dem Versicherungsnehmer eine optimale medizinische Versorgung, ein breites Leistungsspektrum und auf die Ansprüche zugeschnittene Tarifoptionen.

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Was kostet eine PKV?

Grundsätzlich kann jeder eine private Krankenversicherung abschießen. Voraussetzung ist allerdings, dass die Person von der Versicherungspflicht befreit ist. Die Höhe der Beiträge richten sich in der Folge nach verschiedenen Faktoren.


1) Berufliche Situation:

Ein wesentlicher Punkt im Kontext der PKV Kosten ist die Berufsgruppe des Versicherungsnehmers. Je nachdem, ob der Antragsteller Beamter, Angestellter, Student oder Selbstständiger ist, profitiert er von verschiedenen Vorteilen, die sich auf die private Krankenversicherung und deren Kosten auswirken. Etwa erhalten Angestellte einen Arbeitgeberzuschuss, Beamte beziehen Beihilfe und Studenten bieten sich spezielle Tarife.


Arbeitnehmer

Der Arbeitgeber zahlt privat versicherten Arbeitnehmern einen Zuschuss zur PKV. Dieser beträgt maximal 50 Prozent der PKV Kosten. Gedeckelt ist der Betrag allerdings auf den maximalen GKV-Beitrag. Dieser betrug im Jahr 2021 384,58 Euro. Lesen Sie auch die PKV für Angestellte

Beispiel: Kostet die private Krankenversicherung monatlich 600 Euro, erhält der angestellte Versicherungsnehmer 300 Euro Zuschuss vom Arbeitgeber. Lägen die monatlichen PKV Kosten hingegen bei 800 Euro, würde er nicht 400 Euro, sondern die genannten 384,58 Euro erhalten.


Beamte

Beamte erhalten über ihren Dienstherren Beihilfe. Über die private Krankenversicherung muss in der Folge nur der Rest mithilfe spezieller Beihilfe-Tarife versichert werden. Die privaten Krankenversicherungskosten hierfür sind üblicherweise gering.

Der Beamte hat ebenfalls die Möglichkeit, sich bei der GKV zu versichern. Allerdings zahlt er 14,6 Prozent seines Einkommens plus den Zusatzbeitrag. Die PKV ist somit im Regelfall deutlich günstiger und kann ebenfalls in Bezug auf die Leistungen vorteilhafter sein. Weitere Tipps gibt’s im Beitrag zur PKV für Selbstständige.


Selbstständige und Freiberufler

Selbstständige und Freiberufler müssen ihre private Krankenversicherung selbst bezahlen. Sie haben ebenfalls die Möglichkeit, in die GKV zu wechseln. Allerdings wird die Beitragshöhe in der gesetzlichen Krankenversicherung anhand des Einkommens berechnet. In der PKV entstehende Kosten werden hingegen maßgeblich von den gewünschten Leistungen definiert.


2) Selbstbeteiligung und Erstattung

Die Selbstbeteiligung oder auch Selbstbehalt genannt, kann in der privaten Krankenversicherung Kosten für die zu zahlenden Beiträge erheblich senken. Denn über diese Summe wird festgelegt, welchen Teil der im Jahr anfallenden Krankheitskosten der Versicherungsnehmer selbst übernimmt.

Wichtig: Die Höhe der Selbstbeteiligung sollte generell so gewählt sein, dass sie jederzeit geleistet werden kann.

Interessant ist die Wahl eines Selbstbehalts zudem im Kontext einer Beitragsrückgewähr. Einige Versicherer gewähren ihren Versicherten eine Rückerstattung von bis zu sechs Monatsbeiträgen, wenn im Laufe des Versicherungsjahres keine Leistungen in Anspruch genommen werden.

Aus diesem Grund ist es interessant, sich von einem Experten beraten zu lassen. Er kann nicht nur eine unverbindliche Auskunft zu den möglichen Krankenvolltarifen mit und ohne Selbstbeteiligung geben, sondern diese ebenso im Kontext einer Beitragsrückerstattung in der individuellen Situation bewerten.


3) Weitere Faktoren

Abseits der Berufsgruppe oder des gewählten Selbstbehalts werden die PKV Kosten ebenso vom Alter des Antragstellers, dessen Gesundheitszustands und möglichen Vorerkrankungen beeinflusst.


Alter

Je jünger der Versicherungsnehmer bei der Stellung des Antrags ist, desto günstiger kann der gewählte Tarif ausfallen. Denn sein Risiko wird – vereinfacht dargestellt – anhand einer spezifischen Gruppe von Menschen ermittelt, die seiner Altersgruppe entsprechen. Da ältere Personen üblicherweise im Durchschnitt höhere Krankenkosten verursachen, sind die Kosten für diese folglich etwas höher als für junge Menschen. Mit dieser Methode wird sichergestellt, dass mögliche Kosten in jedem Fall gedeckt sind.


Leistungen, Gesundheitszustand und Vorerkrankungen

Bei der Antragsstellung wird ebenso eine Gesundheitsprüfung in schriftlicher Form durchgeführt. Diese gilt es gewissenhaft und wahrheitsgemäß durchzuführen. Werden hier Vorerkrankungen festgestellt, kann der Versicherungsträger einen Risikozuschlag verlangen. In besonderen Fällen ist es ebenso möglich, dass ein Leistungsausschluss erfolgt oder aber der Annahme des Versicherungsantrags widersprochen wird.

Werden dem Versicherer Vorerkrankungen oder wesentlichen Beeinträchtigungen des Gesundheitszustands vorenthalten, kann dies weitreichende Konsequenzen haben. Denn generell werden Arztrechnungen erst einmal durch den Versicherungsnehmer selbst bezahlt. Im Anschluss können diese dann beim Versicherungsträger zur Erstattung eingereicht werden.

Wird bei der Prüfung der Leistung festgestellt, dass Angaben in der Gesundheitsprüfung nicht gemacht oder gar bewusst die Unwahrheit kommuniziert wurde, kann der Versicherer eine Leistung verwehren. Der Versicherungsnehmer bleibt folglich auf sämtlichen Behandlungskosten sitzen.

Hinweis: Hingegen der landläufigen Meinung hängt die Beitragshöhe in der PKV nicht von den Einnahmen des Antragsstellers ab. Dieser Faktor spielt ausschließlich in der gesetzlichen Krankenversicherung eine Rolle.


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Leistungen: Welche sind wichtig, welche optional

Im Gegensatz zur GKV stellt sich der Privatpatient seinen Versicherungsschutz gemäß seinen Ansprüchen selbst zusammen. Wer etwa großen Wert auf den persönlichen Zahnersatz legt und für diesen nicht viel selbst zusteuern möchte, der kann auf entsprechend leistungsstarke Tarife zurückgreifen. Gleiches gilt für alternative Heilmethoden oder auch Krankenhausaufenthalte.


Welche Leistungen/ Kosten sollten unbedingt abgedeckt sein?

Wichtig ist, dass in jedem Fall ein Leistungsspektrum gewählt wird, welches ein Mindestmaß an Krankheitskosten abdeckt. Somit können Versicherungsnehmer sichergehen, dass ein großer Teil der möglichen Kosten im Krankheitsfall abgedeckt sind.


Zu diesen Leistungen gehören:

  • Arzthonorare bis zum 3,5-fachen Gebührensatz für Ärzte
  • Leistungen für Kuren und Reha
  • Krankentransporte ins Krankenhaus
  • Erstattung für das Zweibettzimmer im Krankenhaus
  • Vorsorgeuntersuchungen
  • Hilfsmittel mit mindestens 75 Prozent
  • Psychotherapie
  • Zahnbehandlungen mindestens 80 Prozent
  • Zahnersatz mindestens 75 Prozent
  • Für Selbstständige und Freiberufler: Krankentagegeld

Welche Leistungen können hinzugebucht werden?

Zusätzlich zu den bereits genannten lassen sich ebenfalls weitere Leistungsbausteine zum gewählten Tarif hinzufügen. Hierzu zählen etwa:

  • Auslandskrankenversicherung
  • Behandlung durch einen Heilpraktiker
  • Einzelzimmerbelegung im Krankenhaus
  • Chefarztbehandlung
  • Krankenhauswahl
  • Augenlaser-Op

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PKV-Kosten im Monat: Beispiele

Grundsätzlich lassen sich die monatlichen PKV Kosten nur anhand von Beispielen näherbringen. Wie aufgezeigt, wird der tatsächlich zu zahlende Beitrag von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung muss eine individuelle Berechnung je nach gewähltem Leistungsangebot durchgeführt werden.


Kostenbeispiel PKV: Studentin, 21 Jahre, 450-Euro-Job:

In der privaten Krankenversicherung kann sie sich für etwa 150 Euro im Monat bei sehr guter Zahnarztleistung und keinem Selbstbehalt versichern. Spezielle Studententarife starten bereits bei 100 Euro.

In der gesetzlichen Krankenversicherung zahlen Studierende, die sich nicht über die studentische Krankenversicherung noch über die Familienversicherung absichern können, 160,11 Euro. Hinzukommen Pflegeversicherung und Zusatzbeitrag.


Kostenbeispiel PKV: Selbstständiger, 35 Jahre, 50.000 Euro Jahreseinkommen, keine Kinder:

In der privaten Krankenversicherung kann eine Person mit den genannten Daten mit einer Beitragshöhe von etwas über 400 Euro rechnen. Inkludiert sind solide Zahnarztleistungen, Zweibettzimmer als auch die Chefarztbehandlung.

Als Versicherter in der gesetzlichen Krankenversicherung hingegen werden mehr als 630 Euro fällig, da der Versicherungsbeitrag vom Einkommen, nicht aber von der Leistung abhängig ist.

Interessant:

In der PKV vertraglich zugesicherte Leistungen können vom Versicherer nicht einfach gestrichen werden. Im Gegensatz zur GKV kann sich der Versicherungsnehmer also darauf verlassen, einmal abgemachte PKV-Leistungen auch in Zukunft so in Anspruch nehmen zu können, wie sie bei der Antragsstellung vereinbart wurden.


Kostenbeispiel PKV: Angestellter, 45 Jahre, 75.000 Jahreseinkommen, 2 Kinder

Unter den genannten Bedingungen kommen mehrere Punkte zum Tragen. Zum einen würde dieser Angestellte für seine private Krankenversicherung etwa 600 Euro monatlich bezahlen. Allerdings erhält er von seinem Arbeitnehmer einen Zuschuss von – in diesem Fall – 300 Euro. Interessant wird es in Bezug auf die Kinder.

Sollen diese beim Vater mitversichert werden, benötigen sie in der privaten Krankenversicherung einen eigenen Krankenversicherungstarif. Entsprechend entstehen zusätzliche PKV Kosten für den Vater. Eine Familienversicherung wie in der GKV gibt es nicht.

In der gesetzlichen Krankenversicherung hingegen bezahlt der Angestellte die Hälfte von 912,50 Euro, also 456,25 Euro, da die Höhe seines Einkommen seinen Krankenversicherungsbeitrag bestimmt. Allerdings hat er hier den Vorteil, dass eine kostenfreie Mitversicherung der Kinder im Rahmen der Familienversicherung möglich ist.

Interessant:

Ist der Angestellte verheiratet und der Partner in der GKV freiwillig versichert, kann ebenfalls die PKV gewählt werden und die Kinder werden beim Ehepartner mitversichert.


Kostenbeispiel PKV: Arzt, 40 Jahre, verheiratet, Jahreseinkommen 90.000 Euro, keine Kinder:

Der Vorteil eines Arztes in Bezug auf die private Krankenversicherung ist, dass ihm eine höhere Aufmerksamkeit seiner eigenen Gesundheit gegenüber unterstellt wird. Entsprechend gibt es spezielle Arzttarife, die die Erstattung von Krankheitskosten zu einem geringeren monatlichen Beitrag ermöglichen.

Folglich kann sich ein Arzt mit genannten Bedingungen für rund 350 Euro PKV versichern.

In der GKV wird abermals das Einkommen – hier 90.000 Euro (jedoch gedeckelt auf 58.050€ BBG) – als Berechnungsgrundlage genommen. Hiervon muss er 14,6 Prozent als Krankenversicherungsbeitrag entrichten. Das wären im aktuellen Beispiel 1.095 Euro. Allerdings gibt es eine Höchstgrenze für Angestellte von 769,16 Euro im Monat.


Kostenbeispiel PKV: Kind in PKV versichern

Im Gegensatz zur gesetzlichen Krankenversicherung, wo Kinder im Rahmen einer Familienversicherung kostenfrei mitversichert werden können, zahlt der Nachwuchs in der PKV einen eigenen Tarifbeitrag. Die private Krankenversicherung erhebt für die Absicherung eines Kindes rund 100 Euro im Monat. Besteht ein Beihilfeanspruch, halbiert sich dieser Betrag. Lesen Sie auch hier weiter, zur PKV für Kinder.


Kostenbeispiel PKV: Rentner

Besteht die PKV ebenfalls im Rentenalter, haben privat Krankenversicherte einen Anspruch auf einen Zuschuss durch den Rentenversicherungsträger von 50 Prozent der PKV Kosten. Allerdings ist dieser gedeckelt auf eine Höhe von maximal 7,95 Prozent der Rente.


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PKV vs. GKV: In welchen Situationen gibt es Vorteile?

Grundsätzlich besteht zwischen der GKV und der PKV bereits ein Unterschied im zugrunde liegenden Berechnungsmodell. In der gesetzlichen Krankenversicherung gilt das Solidaritätsprinzip. Das bedeutet, jeder Versicherungsnehmer zahlt einen festgelegten Beitragssatz des Einkommens. Dieser Beitrag ist unabhängig von seinem Gesundheitszustand als auch von seinem Eintrittsalter. Der Leistungsumfang der GKV wird vom Gesetzgeber definiert.

Die private Krankenversicherung hingegen arbeitet nach dem Äquivalenzprinzip. Als Berechnung der individuellen PKV-Kosten werden bereits genannte Faktoren wie Eintrittsalter, Leistungsumfang und Vorerkrankungen genutzt. Den Leistungsumfang bestimmt der Versicherer und ist an diesen gebunden.


In welcher Situation ist die PKV günstiger?

Pauschal ist der Beitritt in die private Krankenversicherung am günstigsten für junge Menschen mit einem überdurchschnittlichen Einkommen. Ebenfalls eine noch offene Familiensituation kann Vorteile haben. Dennoch sollte die Familienplanung bei der Wahl der Krankenversicherung ein Thema sein.


In welcher Situation ist die GKV günstiger?

Die gesetzliche Krankenversicherung ist ohnehin Pflicht für alle Menschen unter der Beitragsbemessungsgrenze, die nicht selbstständig oder freiberuflich tätig sind. Besondere Vorteile bietet sie für kinderreiche Familien, da Kinder als auch der Ehepartner (wenn dieser kein oder nur ein sehr geringes Einkommen hat) kostenfrei mitversichert werden können.


Steigende Kosten für die PKV ein Argument?

Die gesetzliche Krankenversicherung als auch die private Krankenversicherung passen ihre Versicherungsbeiträge immer wieder an – genauer gesagt kommt es oft zu einer Beitragserhöhung. Das liegt vor allem an den steigenden Gesundheitskosten, aber auch an neuen Methoden im medizinischen Bereich. Ein Blick auf die vergangenen zehn Jahre zeigt, dass die Kosten für Versicherte in beiden Systemen im Schnitt um etwa drei Prozent pro Jahr gestiegen sind.


Kosten im Alter


Warum steigen die PKV Kosten im Alter?

Mit voranschreitendem Alter steigt die Wahrscheinlichkeit, zu erkranken. Vor allem die Chance auf eine schwere Erkrankung steigt von Jahr zu Jahr immer mehr. Was in jungen Lebensjahren im Kontext der PKV Kosten weniger eine Rolle spielt, gewinnt im Alter an Gewicht. Damit erhöhen sich folglich die Krankheitskosten, die sich dann wiederum im Beitrag spiegeln. Schließlich muss der Versicherungsschutz für alle sichergestellt sein.


Was kann man dagegen tun?

Gerade junge Versicherte profitieren von der Tatsache, dass sie schon früh in die Zukunft ihrer Beiträge investieren. Denn als junger Menschen werden zehn Prozent des Tarifbeitrags als Sparanteil erhoben. Diese Altersrückstellungen der privaten Krankenversicherung sorgen dann im Alter dafür, dass die Kostensteigerung abgefedert werden kann. Die zehn Prozent werden im Übrigen ab dem 60. Lebensjahr nicht mehr bezahlt, was ebenfalls die PKV-Prämie reduziert.


Kosten senken – geht das?

Generell gibt es ein paar Optionen, die dabei helfen können, die Kosten der PKV im Alter zu reduzieren. Eine Möglichkeit ist der Selbstbehalt. Dieser definiert die Summe, die der Versicherungsnehmer selbst übernimmt, bis er Erstattungen beim Versicherer geltend macht. Je höher diese Selbstbeteiligung ist, desto niedriger sind die Kosten für die private Krankenversicherung. Allerdings muss die Höhe stets mit der individuellen finanziellen Situation im Einklang sein.

Eine zweite Variante, um die PKV Kosten zu senken, ist, einen Tarifwechsel in Erwägung zu ziehen. Denn die Tarife verändern sich im Verlauf der Jahre mitunter deutlich. So ist es nicht selten möglich, ein ähnliches Tarifangebot beim aktuellen Versicherungsträger zu finden, das jedoch für eine geringere Versicherungsprämie zu haben ist.

Darüber hinaus können Versicherte ihre Leistungen überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Wer etwa lange ein Einbettzimmer mit Chefarztbehandlung im Krankenhaus hatte und auch gut mit einem Zweibettzimmer klarkommt, der kann durchaus Kosten sparen. Gleiches gilt für Leistungen, die zwar vereinbart waren, aber nicht in Anspruch genommen werden.



Günstige PKV: 4 Tipps

Überspitzt gesagt, gibt es keine günstige PKV. Denn die Versicherungsprämie spiegelt im Grunde nur das Leistungspaket im Kontext der individuellen Faktoren bei Antragsstellung. Dennoch gibt es Möglichkeiten, die Prämie preisbewusster zu gestalten.

  1. Häufig lohnt sich die Beitragsrückerstattung. Reicht ein Versicherungsnehmer ein Jahr lang keine Rechnungen zur Erstattung ein, kann er bei einigen Versicherern eine Beitragsrückerstattung von bis zu sechs Monatsbeiträgen zurückerhalten. Es macht also Sinn, die Rechnungen erst einmal nicht einzureichen, bis dieser Betrag erreicht ist.
  2. Um die PKV Kosten übersichtlich zu gestalten, sollten bei der Antragsstellung ausschließlich die Leistungen vereinbart werden, die tatsächlich nötig sind.
  3. Darüber hinaus wird die Wahl eines Selbstbehalts (auch beim Zahnersatz) die Kosten der privaten Krankenversicherung deutlich reduzieren.
  4. In jedem Fall ist es eine gute Entscheidung, sich von einem Experten beraten zu lassen. Gemeinsam kann so die Planung des privaten Krankenversicherungsschutzes Gestalt annehmen. Das spart im Endeffekt nicht nur Zeit und Geld; auch mögliche Risiken und Vorteile finden so sicher Beachtung.

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FAQ und Tipps zu den Kosten bei der PKV

Kann man die Kosten für die Tarife von der Steuer absetzen?

Ein Großteil der Prämien der PKV als auch der GKV können im Rahmen der Vorsorgeaufwendungen über die Einkommenssteuer geltend gemacht werden. Gleiches gilt im Übrigen für die PKV Kosten für Familienmitgliedern wie Kindern, die eine eigene Tarifprämie entrichten müssen. Die rechtliche Grundlage hierfür schafft das Bürgerentlastungsgesetz aus dem Jahr 2010.

Generell handelt es sich um 80 % der PKV Kosten sowie 100 % der Beiträge zur Pflegeversicherung. Allerdings wird die genaue Höhe von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst. Etwa spielen hier Basisleistungen und Mehrleistungen eine wesentliche Rolle.

Was tun bei einer Beitragsanpassung?

Wird die Prämie der privaten Krankenversicherung und somit deren Kosten erhöht, gilt es die Anpassung im Kontext des Versicherungsschutzes zu überprüfen. Dazu ist ausreichend Zeit. Denn nach Zugang der Mitteilung über die Beitragsanpassung hat der Versicherungsnehmer eine Frist von zwei Monaten, um zu kündigen. Daher sollte der bestehende Versicherungstarif einer genauen Prüfung unterzogen werden. Am besten gelingt das mit dem Experten.

Auf keinen Fall sollte auf eine Beitragsanpassung vorschnell gekündigt werden. Schließlich verliert der Versicherungsnehmer damit schnell einen Großteil seiner Altersrückstellungen. Wenn die Kosten der Anpassung nicht getragen werden können, ist häufig ein Tarifwechsel oder die Streichung von Zusatzleistungen sinnvoller.

Gibt es versteckte Kosten für die PKV?

GKV-Versicherte kennen das Problem: ständig müssen irgendwo ein paar Euro extra bezahlt werden. Als Beispiel bei Medikamenten aus der Apotheke. Solche versteckten Kosten gibt es in der PKV nicht. Allerdings ist es sinnvoll vor einem Antrag auf Erstattung der Aufwendungen, etwa für Medikamente, die Beitragsrückerstattung, falls vorhanden, zu bedenken. Es wäre beinah fahrlässig, drei Monatsbeiträge wegen einer Rezeptzuzahlung zu verlieren.

Welche Kosten werden bei der PKV übernommen, welche nicht?

Ist nichts anderes tariflich vereinbart, übernimmt die PKV eine Basisabsicherung. Das bedeutet, es werden Kosten der ambulanten Versorgung ebenfalls übernommen wie Aufwendungen für die Versorgung beim Aufenthalt im Krankenhaus. Ebenfalls übernimmt der Versicherer PKV Kosten im Rahmen der Zahnbehandlung als auch der Kieferorthopädie sowie für Heil- und Hilfsmittel, Kuren und Reha-Maßnahmen.

Kosten für eine Heilbehandlung werden nicht übernommen, wenn keine medizinische Notwendigkeit vorliegt. Dabei reicht es nicht aus, dass der Arzt eine Empfehlung zu der Behandlung ausspricht. Gleiches gilt im Übrigen, wenn das private Krankenversicherungsunternehmen zum Schluss kommt, dass die Kosten oder auch der Umfang der Leistung nicht angemessen sind.

Was für Kosten/ Zuschläge gibt es wegen Corona?

Für das Jahr 2022 wird ein Corona-Zuschlag für die private Pflegeversicherung umgesetzt. Dieser wird für Beamte und deren Angehörigen bei 7,30 Euro liegen. Alle anderen PKV-Versicherten müssen mit 3,40 Euro rechnen. Bei privat versicherten Angestellten liegen die zusätzlichen PKV-Kosten bei 1,70 Euro im Monat. Dieser Zuschlag ist jedoch nur auf das Jahr 2022 befristet. Ab 2023 sollen dann wieder die ursprünglichen Prämien gelten.

Kostet eine PKV bei allen Versicherungsunternehmen gleich viel?

Weder die Leistungen noch die PKV Kosten sind gleich. Der Grund ist in den unterschiedlichen Tarifgestaltungen ebenso zu finden wie in den individuellen Faktoren der Versicherungsnehmer. Zudem arbeitet die private Krankenversicherung nach dem Äquivalenzprinzip. Die Kalkulationen der Tarifangebote können entsprechend unterschiedlich ausfallen. Fakt ist jedoch, dass die bereitgestellten Tarifstrukturen aufsichtsrechtlich geprüft werden. Damit sollen Mindeststandards garantiert werden.