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Auch für Ärzte ist die Krankenversicherung ein wesentlicher Bestandteil der individuellen Absicherung. Warum eine private Krankenversicherung für Ärzte sinnvoll sein kann, wie hoch deren Kosten sind und welche Leistungen einzuschließen sind, soll im Folgenden beantwortet werden. Denn im Regelfall sind spezielle Ärztetarife nicht nur günstiger, sondern vor allem auf den Bedarf der Ärzte und Mediziner zugeschnitten.

Im Folgenden finden Sie alle Informationen, die Sie für eine PKV für Mediziner und Ärzte benötigen. Orientieren Sie sich am besten an den folgenden 8 Checkpunkten:


Schnellüberblick: Das wichtigste auf einen Blick

  • Als Mediziner oder Arzt besteht häufig die Wahl zwischen der privaten Krankenversicherung sowie der gesetzlichen Krankenversicherung.
  • Sind Sie als Arzt selbstständig tätig, haben Sie stets die Möglichkeit, einen privaten Krankenversicherungsvertrag bei einem Krankenversicherer Ihrer Wahl abzuschließen.
  • Wer allerdings als angestellter Arzt praktiziert, muss die Einkommensgrenze beachten, um Leistungen der PKV in Anspruch nehmen zu können.
  • In manchen Fällen gibt es Vorteile für Ärzte in der gesetzlichen Krankenversicherung, etwa im Rahmen der Familienversicherung.
  • Für Ärzte gibt es Spezialtarife, deren Prämien günstiger sind oder die über verbesserte Leistungen verfügen. Diese richten sich zudem nach der Lebenssituation des Arztes oder Mediziners. Abhängig davon, ob er als Angestellter tätig ist, selbstständig, Medizinstudent oder Jungmediziner.
  • Die Aufwendungen für eine private Krankenversicherung für Ärzte beginnen bei monatlich rund 185 €.

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Was ist ein Ärztetarife für Mediziner?

Bei dem Ärztetarif für Mediziner handelt es sich im Grunde genommen um einen speziellen Tarif der privaten Krankenversicherung. Dieser ist allerdings zu besonders günstigen Konditionen zu bekommen und überzeugt mit einem sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Der Grund hierfür liegt in der Annahme, dass die Berufsgruppe ein höheres Maß an gesundheitlichem Bewusstsein aufweist und seltener Krankheitskosten verursacht. Entsprechend weniger zahlen Ärzte in den Tarifen oder aber haben verbesserte Leistungen zu einem regulären Preis.


Für wen ist ein Ärztetarif relevant:

Ein spezieller Ärztetarif ist für all jene interessant, die im medizinischen Bereich tätig sind. Das trifft auf angestellte Ärzte ebenso zu wie auf den beihilfeberechtigten Amtsarzt, Zahnärzte, Apotheker oder Medizinstudenten. Allerdings gilt es je nach Situation bestimmte Dinge und Voraussetzungen zu beachten.

  • Angestellte Ärzte: Wie bei klassischen Angestellten auch ist ein angestellter Arzt in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Allerdings kann er unter Umständen in die PKV wechseln. Voraussetzung hierfür ist das Überschreiten der Jahresarbeitsentgeltgrenze (2021: 64.350 Euro im Jahr / 5.362,50 Euro im Monat).
  • Niedergelassene Ärzte: Als niedergelassener Arzt besteht ein direkter Zugang zur PKV ebenso wie für Selbstständige oder Beihilfeberechtigte. Insofern gibt es kein spezielles Einkommen, an welches ein Beitritt in die private Krankenversicherung für Ärzte gebunden wäre.
  • Wer als Amtsarzt tätig ist, hat Anspruch auf den speziellen Beihilfeergänzungstarif. Insofern können Sie den Rest der Kosten für Behandlungen und Medikament, die die Beihilfe des Dienstherrn nicht übernimmt, über den Beihilfetarif der privaten Krankenversicherung abdecken.
  • Medizinstudenten: Wie der klassische Student hat auch der Medizinstudent die Wahl zwischen GKV und PKV. Allerdings bekommt dieser Zugang zu günstigen Tarifen, da der Versicherer schon früh ein besonderes Interesse an der persönlichen Gesundheit annimmt. Zudem gibt es ein spezielles Angebot, mit welchem sich der Medizinstudent einen günstigen Zugang zur PKV schon während des Studiums sichert. Im Anschluss kann er dann ohne eine erneute Gesundheitsprüfung der PKV beitreten.
  • Ärzte in der Ausbildung (Assistenzarzt): Assistenzärzte sind im Regelfall in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert, da sie ähnlich den angestellten Ärzten erst mit Überschreiten der JAEG einen privaten Krankenversicherungstarif abschließen könnten.
  • Apotheker und Zahnärzte: Generell stuft die PKV Apotheker ebenso wie Zahnärzte als bewusst ihrer Gesundheit gegenüber ein. Insofern profitieren auch sie von den speziellen Tarifen mit einer optimalen Leistung zu preiswerten Prämien. Gleiches gilt im Übrigen für Studenten der jeweiligen Studienbereiche.

Welche Ärztetarife gibt es?

Je nach Berufsbild bieten die privaten Krankenversicherer verschiedene Tarife spezielle für Ärzte. Diese sind optimal auf das Berufsbild abgestimmt und überzeugen mit einer sehr guten Kombination aus Leistungen im Krankheitsfall und interessanten Prämien.

Zudem hat nahezu jeder private Versicherungsträger Gruppentarife für Ärzte in seinem Portfolio. Dabei handelt es sich im Grunde genommen um Unisex-Tarife, die mit günstigen Beiträgen sowie Gruppenkonditionen für Familienmitglieder punkten. Diese Gruppentarife entstehen in der Kooperation mit Ärztekammern sowie dem Marburger Bund.


Unterschiede GKV vs. PKV für Ärzte

Generell greift auch bei Ärzten bei der Wahl der Krankenversicherung das jeweilige Prinzip.

In der gesetzlichen Krankenversicherung gilt das Sachleistungsprinzip. In der privaten Krankenversicherung hingegen das Kostenerstattungsprinzip. Für einen Arzt bedeutet das mit Hinblick auf die Kosten, das sein Beitrag für die GKV von seinem Einkommen abhängig ist. Vorteile bestehen insbesondere für Ärzte, die ebenfalls eine Familienversicherung für ihre/n Ehepartner/in sowie Kinder benötigen. Hier sind gesetzliche Krankenversicherungsträger häufig günstiger, da Familienmitglieder beitragsfrei mitversichert werden können.

Die private Krankenversicherung hingegen überzeugt mit den umfangreicheren Leistungen. Die Kosten selbst richten sich nach Eintrittsalter, möglichen Risikofaktoren sowie den gewählten Krankenversicherungs-Leistungen. Je früher ein Vertrag bei einer PKV abgeschlossen wird, desto günstiger ist dieser üblicherweise. Zudem bieten viele Krankenversicherer im privaten Bereich die Beitragsrückerstattung, wenn für einen bestimmten Zeitraum keine Kostenerstattung in Anspruch genommen wurde.

Wichtig:

  • Der Beitrag in der GKV ist einkommensabhängig – das gilt ebenfalls für das Alter. In der PKV hingegen steigen die Prämien mit fortschreitendem Alter.
  • Beim Thema Leistungen ist interessant, dass diese in der GKV gekürzt oder gar komplett gestrichen werden können. In der PKV gelten einmal zugesagte Leistungen so lange als gültig, wie der Versicherungsvertrag besteht. Zu beachten ist allerdings, dass privat krankenversicherte eine Krankentagegeldversicherung häufig als separaten Tarifbaustein wählen müssen. In der gesetzlichen Krankenversicherung hingegen ist diese immer miteingeschlossen.
  • Für die jeweiligen Kosten der privaten Krankenversicherung für Ärzte ist es allerdings interessant zu wissen, dass es eben spezielle Tarife gibt, die meist bessere Leistungen zum regulären Beitrag vorsehen oder die gleichen Leistungen wie andere PKV-Versicherte, dafür aber eine geringere Prämie berechnet wird. Eine solche „Sonderstellung“ gibt es in der GKV nicht.

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Voraussetzungen & Wechsel in die PKV?

Wie bereits aufgezeigt, entscheidet der berufliche Status sowie das Einkommen eines Arztes darüber, welche Möglichkeiten dieser versicherungstechnisch besitzt. Ist er als Angestellter tätig, gilt für ihn die Versicherungspflichtgrenze. Liegt er darüber, hat er die Wahl, sich in der privaten Krankenversicherung zu versichern. Darunter ist er in der gesetzlichen Krankenversicherung pflichtversichert. Selbstständige haben hier eine freie Entscheidung.

Vor der Aufnahme in die PKV ist allerdings eine Gesundheitsprüfung abzulegen. Ist diese einwandfrei, steht einem Vertrag nichts entgegen. Werden hingegen gesundheitlich relevante Punkte festgestellt, kann es zu einer Beitragserhöhung aufgrund eines Risikozuschlags oder gar einer Ablehnung des Versicherungsantrags kommen.


Warum eine PKV für Ärzte oft sinnvoller ist

Ärzte profitieren gleich doppelt von der privaten Krankenversicherung für Ärzte. Denn zum einen kennen Sie das Leistungsspektrum von GKV und PKV bestens und zum anderen gibt es sehr gute Tarife. In Bezug auf Letzteres gibt es ebenfalls Gruppentarife, wie sie von der Ärztekammer als auch vom Marburger Bund angeboten werden. Entsprechend wird viel Leistung zu einem sehr fairen Preis geboten.

Hinzukommt, dass Ärzte Ihre Alterseinkünfte aus dem Versorgungswerk beziehen und in der GKV als freiwilliges Mitglied geführt werden. Der Nachteil hierbei ist, dass Sie im Alter keinen Zuschuss vom Rentenversicherungsträger erhalten und Sie auf sämtliche Einkunftsarten den Krankenversicherungsbeitrag bezahlen müssen. Aufgrund der hohen Ansprüche aus dem Versorgungswerk liegen Sie so schnell bei 800 bis 900 € monatlich.


Worauf sollten Ärzte bei der PKV-Wahl achten

  • Geht es um die Wahl der privaten Krankenversicherung für Ärzte, spielt neben der besseren Leistung oftmals der familiäre Background eine entscheidende Rolle. Wer eine große Familie plant oder diese möglicherweise bereits hat, fährt, rein auf die Kosten reduziert, in der GKV aufgrund der Familienversicherung günstiger.
  • Zusätzlich spielt wie erwähnt das Eintrittsalter eine wichtige Rolle. Je jünger der Versicherungsnehmer in der PKV ist, desto günstiger ist die monatliche Prämie. Dieser Punkt spielt ebenfalls bei Medizinstudenten eine wichtige Rolle. Diese können sich ihr Eintrittsalter über die Anwartschaftsversicherung sichern. Zudem können diese bis zum 25. Lebensjahr in der GKV ihrer Eltern – sofern diese besteht – mitversichert bleiben.
  • Im Allgemeinen gilt es bei Vertragsabschluss für die private Krankenversicherung genau auf die Leistungen zu achten und wenn nötig, diese über Zusatzbausteine zu ergänzen. Besonders wichtig sind hier das Krankenhaustagegeld sowie das Krankentagegeld.

Es ist also gerade mit Bezug auf die private Krankenversicherung für Ärzte sinnvoll, einen Experten zu kontaktieren und sich umfassend zu informieren und Tarife vergleichen zu lassen. Denn das Leistungsspektrum ist umfangreich und es gibt viele Details zu beachten, die ein versierter Versicherungskaufmann näher erläutert. Ebenso kann dieser Möglichkeiten und Alternativen aufzeigen, die je nach Lebens- und Arbeitssituation des Arztes entscheidend sein können.


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Beliebte PKV Tarife für Ärzte

Als besonders beliebt unter Ärzten haben sich in letzter Zeit vor allem vier private Krankenversicherungsunternehmen hervorgetan: Barmenia, Continentale, AXA, Allianz

  • Die AXA bietet mit ihren Ärztetarifen VA2 und VA6 eine solide PKV, in der ein Krankentagegeld ab dem 43. Tag mitversichert werden kann.
  • Bei der Barmenia hingegen überzeugen VHV1A, VHV1C, VHV1E sowie VHV1D. Auch hier können Mediziner mit einem Tarifbaustein das Krankentagegeld absichern.
  • Mit dem speziell auf Ärzte zugeschnittenen Comfort MED will die Continentale überzeugen und tut das mit soliden Leistungen zu einem guten Preis.
  • Auch die Allianz bietet einen optimal auf Ärzte abgestimmten Tarif an. Dieser punktet vor allem mit Flexibilität und Sicherheit, günstigen Beiträgen und ist schon für Medizinstudenten interessant.

Doch neben den bereits genannten gibt es noch viele andere private Krankenversicherungsunternehmen, die ihre speziellen Arzttarife am Markt positionieren. So richtet sich die Universa als Beispiel gezielt nicht nur an Ärzte, sondern ebenso an Zahnärzte. Auch zu nennen ist die UKV Krankenversicherung, die ihren Ärztetarif VM 200 nennt. Des Weiteren sind beliebte private Krankenversicherungsträger für Ärzte die SDK Krankenversicherung, LKH Krankenversicherung, Inter Krankenversicherung sowie die Hallesche Krankenversicherung.

Darüber hinaus finden sich in Test zur privaten Krankenversicherung für Ärzte unter anderen diese Versicherer weit oben:

  • Debeka
  • Hanse Merkur
  • Signal Iduna

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FAQ

Was sollten Ärzte, die Mitglied in einem Versorgungswerk sind, beachten?

Mitglieder eines Versorgungswerks – damit sind Ärzte, aber auch Architekten, Anwälte, Ingenieure u. a. gemeint – sind über die PKV krankenversichert und haben somit Zugang zu einer sehr guten medizinischen Versorgung. Ein weiterer Vorteil ist, dass der Beitrag nicht aktuell noch im Alter vom Einkommen abhängig ist. Wer als Versorgungswerkmitglied hingegen GKV versichert ist, dem kann es in der Rente passieren, dass er trotz niedriger Versorgungswerkrente dennoch volle Beiträge zu entrichten hat.

Zudem gibt es vom Versorgungswerk im Rentenbezug keine Bezuschussung für die Beiträge. Weder für gesetzlich Versicherte noch für privat versicherte. Das gilt ebenfalls für die Pflegeversicherung. Da die Rente über das Versorgungswerk jedoch deutlich höher ist als die klassische Rente, sind in dieser Leistungen für die Beiträge zur Kranken- sowie Pflegeversicherung bereits enthalten.

Ist ein PKV für Ärzte auch im Alter sinnvoll?

Wichtig zu wissen ist erst einmal, dass die PKV für Ärzte im Alter nicht teurer wird, weil der Versicherungsnehmer älter wird. Die Preissteigerung liegt allein darin begründet, dass mit steigendem Lebensalter die Ausgaben einer Krankenversicherung steigen. Das betrifft die gesetzliche als auch die private Krankenversicherung. Beide Krankenversicherungsträger haben steigende Leistungsausgaben mit der Zunahme des Alters ihrer Versicherten.

Die Erhöhung der Beiträge ist somit nicht direkt an den Versicherungsnehmer gekoppelt, sondern liegt viel mehr der generellen Kalkulation der Versicherungsbeiträge zugrunde. So sind die Beiträge als Beispiel in jungen deutlich höher als die eigentlichen Kosten für Menschen dieses Alters. Die mit fortschreitendem Alter steigenden Beiträge werden dabei aus der Altersrückstellung bezahlt.

Insofern macht eine PKV für Ärzte auch im Alter noch Sinn, insbesondere dann, wenn er bereits mit jungen Jahren eine private Krankenversicherung abgeschlossen hat. Zudem darf das lebenslange Leistungsversprechen der PVK nicht vergessen werden.