In der Praxis erleben wir es sehr oft, dass der Kunde von der Tarifwelt in der privaten Krankenversicherung erschlagen ist.  Bei über 17.000 Tarifen fällt es auch schwer, den für sich passenden Tarif zu wählen. Wir möchten Ihnen mit dem folgenden Tarifvergleich der privaten Krankenversicherung unter die Arme greifen und wichtige Faktoren, welche für die Entscheidung des richtigen Tarifs entscheidend sind, näherbringen.

Inhalte dieser Seite

Das Wichtigste in Kürze:

  • Entscheidungskriterien sind von Kunde zu Kunde unterschiedlich
  • Das Kleingedruckte macht den Unterschied
  • Nicht alle Zusatzleistungen sind notwendig
  • PKV-Testsieger-Berichte sind mit Vorsicht zu genießen!
  • Es muss nicht immer ein Premiumtarif sein!

Vorteile der privaten Krankenversicherung

Die private Krankenversicherung leistet im Krankheitsfall mehr als die gesetzliche Krankenversicherung. Bei der privaten Krankenversicherung können Sie Ihre Leistungen flexibel und individuell an Ihre Lebenssituation und Ansprüche anpassen.

Jedoch kann sich nicht jeder privat versichern. Angestellte können sich erst ab einem gewissen Einkommen privat versichern. Die zu erfüllende Gehaltsgrenze nennt sich Jahresarbeitsentgeltgrenze (2021: 64.350€ p.a.), welche jedes Jahr neu bestimmt wird. Bei Selbständigen und Beamten ist der Eintritt in die private Krankenversicherung einkommensunabhängig.

Die private Krankenversicherung bringt im Vergleich zur gesetzlichen Krankenversicherung viele Vorteile. Ob alle Leistungen für Sie notwendig sind, erläutern wir Ihnen gerne in einem persönlichen Informationstermin. Folgende Vorteile zeichnen die private Krankenversicherung aus:

  • Freie Arztwahl
  • Kürzere Wartezeiten
  • Schnellere Terminvergabe
  • Erstattung von Heilpraktikerleistungen
  • Umfassende Leistungen für Kieferorthopädie
  • Erstattungen für Sehhilfen
  • Bessere Unterbringung im Krankenhaus
  • Bei Leistungsfreiheit gibt es Geld zurück
  • Flexible Anpassung Ihres Leistungsschutzes

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Basis, Komfort- oder doch Premium?

Ob es ein Basis, Komfort oder Premiumtarif sein soll, hängt von vielen Faktoren ab. Sicherlich ist für jeden Kunden das Entscheidungskriterium ein anderes. Folgende Kriterien konnten wir im Laufe der Zeit bei unseren Kunden feststellen:

Basis

  • Entscheidungskriterium: Preis
  • Erfüllung gesetzlicher Anforderungen
  • Elementare Leistungen

Komfort

  • Entscheidungskriterium: Preis-Leistung
  • Gehobene Leistungen
  • Kleine versteckte Selbstbeteiligungen möglich

Premium

  • Entscheidungskriterium: Leistung
  • Keine Eigenbeteiligungen
  • Extra-leistungen für bestimme Lebenssituationen

Private Krankenversicherung – Tarife für Angestellte, Selbständige und Kinder

Wir haben für Sie eine Auflistung der Tarife vorgenommen, welche unsere Kunden in den letzten Jahren bei einem Vergleich der privaten Krankenversicherung vermehrt abgeschlossen haben. Die Auswertung soll Ihnen lediglich als Orientierung dienen. Bei der Wahl der richtigen Krankenversicherung bedarf es immer einer individuellen gesamtheitlichen Analyse.

  • Angestellte erhalten von Ihrem Arbeitgeber einen Zuschuss von 50% zu Ihrer Kranken-und Pflegeversicherung und haben daher bei Ihrer Entscheidung eine andere Grundlage wie Selbständige. Viele Angestellte entscheiden sich daher auch eher für einen Tarif aus dem Komfort-und Premiumbereich.
  • Bei Selbständigen haben wir festgestellt, dass die Priorität eher in den Bereichen Basis-und Komfort liegt.
  • Bei Kindern ist es wichtig, die Selbstbeteiligung so gering wie möglich zu wählen, da Kinder in den ersten Jahren sehr oft zum Arzt müssen und Ihr Eigenanteil sonst zu hoch ist.

Beliebte PKV-Tarife für Angestellte

Bay.Beamten KrankenkasseGesundVario 400, VARIOKlinik+, VARIOZahn+, PVN
ARAGME0, MB300, PVN
Signal IdunaKomfort-Plus 1, Exklusiv 1, Exklusiv-Plus 1, PVN
AllianzAktiMedPlus100, PVN
Hanse MerkurKVT500, AZP, PVN
ContinentalePremium, SP2, PVN
HallescheNK.Bonus, PVN
BarmeniaeinsA Expert1, einsA Expert 1+, PVN
GothaerMediVita500, MediClinicPlus, MediVita Z90, PVN
AXAActive-Me, Vital 300, Premium-Zahn-U, PVN

Beliebte PKV-Tarife für Selbstständige

Hanse MerkurKVS1, EKV, PSV, PVN
ARAGK300, K600 PVN
ContinentaleComfort-U, SP2, PVN
HalleschePRIMO.SB2 Z Plus, PVN
BarmeniaeinsA primex2, PVN
Signal IdunaStart-Plus, Komfort 1, PVN
AXAEL-Bonus, KGSU, Kompakt-Zahn-U, PVN

Beliebte PKV-Tarife für Kinder

Hanse MerkurKVS1, KVT500, PVN
ARAGK0, ME0, PVN
Signal IdunaKomfort 1, Exklusiv 0, PVN
NürnbergerHAT6, S2, PVN
HallescheKS.Bonus, NK3, PVN

Ranking Komfort-Tarife

PKV Leistungen für die Familie im Vergleich

Leistung /VersichererHanse Merkur
KVS1, PSV, EKV
ARAG
K600, FlexiPro
Hallesche
Primo SB 2 Z Plus
Continentale
Comfort-U,
AV-P1, SP2
Signal Iduna
Komfort1
Zielerfüllung1/73/72/72/73/7
Kryokonservierungxxxxx
Künstliche Befruchtungxxx
Geburtsvorbereitungskursex✓ (Zusammen mit Rückbildungsgymnastik max. 100€)xxx
Haushaltshilfe bei Schwangerschaft und Elternzeit✓ (Bei Hausentbindungen) xxx
Rückbildungsgymnastikx✓ (Zusammen mit Geburtsvorbereitungskurs max. 100€)xx
Beitragsfreistellung bei Elternzeitxxxxx
Rooming-In bis mind. 12.Lebensjahrx✓ (nicht im Zusatzbaustein SP2)✓ (bis max. Alter des Kindes von 9 Jahren)

PKV Ambulante Leistungen im Vergleich

Leistung/VersichererHanse MerkurARAGHallescheContinentaleSignal Iduna
Zielerfüllung 1/6 2/60/6 3/60/6
Kein Primärarztprinzip (Hausarztprinzip)XXXX
Vorsorgeuntersuchung ohne Anrechnung SBxxxx
Vorsorge unschädlich für die BRExxxx
Arznei-und Verbandmittel (100%)x 80% bis max. Rechnungsbetrag 2500 EUR, darüber bis zu 100%.x 75% bis max. Rechnungsbetrag 2000 EUR, darüber bis zu 100%x 100% für Generika, ansonsten 75%.
Keine Beschränkungen Heilmittelx Gemäß Bundesbeihilfeverordnung 90% x 80% bis 2.500,-EUR Rechnungsbetrag pro Kalenderjahr x Heilmittel zu 75% (Liste des Versicherers)x 75% erstattungsfähig bei schweren Krankheiten  zu 100%.
Keine Beschränkungen Hilfsmittelx max.:
– 1.000,-EUR für Sprechhilfen
– 1.000,-EUR für Hörhilfen
– 12.000,-EUR für Krankenfahrstühle
– 15.000,-EUR für Armstützapparate
– 15.000,-EUR für Beinstützapparate.
x Erstattet werden Hilfsmittel in Standardausführung.x Erstattet werden 90% für Hilfsmittel in einfacher Ausführung, wenn
max.:
– 250,-EUR für orthopädische Schuhe pro Kalenderjahr
– 1.500,-EUR pro Hörhilfe.
x Erstattet werden 100% für Hilfsmittel in einfacher Ausführung, wenn
– ein Hilfsmittel max. 1.000,-EUR kostet.
x Das jeweilige Hilfsmittel wird einmal pro Kalenderjahr oder nach vorheriger Zusage erstattet.

PKV Krankenhaus Leistungen im Vergleich

Leistung/VersichererHanse MerkurARAGHallescheContinentaleSignal Iduna
Zielerfüllung5/65/55/55/54/6
1-oder 2-Bett und wahlärztliche Leistung
Privatkliniken✓ max 1-fache Kosten✓ max 1,5-fache Kosten
Abrechnung oberhalb der GoÄxx
Krankentransporte bis zum nächstgeeigneten Krankenhaus
Kurleistungen stationärxxxx
Hospizkosten

PKV Zahnersatz-Leistungen im Vergleich

Leistung/VersichererHanse MerkurARAGHallescheContinentaleSignal Iduna
Zielerfüllung        3/4        2/4         1/4          1/4          1/4
Keine unüblichen Beschränkungenx 80%, max. 4 Implantate je Kiefer, inkl. Knochenaufbau x 80%, max. 6 Implantate je Kiefer, inkl. Knochenaufbaux 90%, max. 1250 EUR Rechnungsbetrag je Implantat, max. 6 Implantate je Kiefer, inkl. Knochenaufbau
Erstattung oberhalb der GoZxxxxx
Mind. 80% Erstattung für Zahnersatzx✓ 90%, ohne regelm. Prophylaxe 70%, 
Zahnstaffel max. 15 Jahrexxx

Ranking Premium-Tarife

PKV-Premium Leistung Familie im Vergleich

Leistung/VersichererARAG
Med-Best,FlexiPro
Barmenia
Expert+
BBKK
GesundVario, Ambulant+, Klinik+,Zahn+
Continentale
Premium, AV-P1,SP1
Debeka
N, NC
Zielerfüllung5/64/65/63/62/6
Kryokonservierungxxx
Künstliche Befruchtung
Geburtsvorbereitungskurse✓ (zusammen mit Rückbildungsgymnastik max.100€)✓ (auch für den Partner)x
Haushaltshilfe bei Schwangerschaft und Entbindungx✓ (max.75€ pro Tag für max. 90 Tage)xx
Beitragsfreistellung bei Bezug von Elterngeldx
Kinderkrankentagegeldxxx

PKV-Premium Leistungen Ambulant im Vergleich

Leistung/VersichererARAGBarmeniaBBKKContinentaleDebeka
Zielerfüllung5/66/65/64/63/6
Kein Primärarztprinzip (Hausarztprinzip)
Vorsorgeuntersuchung ohne Anrechnung SBxx
Vorsorge unschädlich für die BRExx
Lasik-OP  (mind. 2.000€ pro Auge)x (max. 1.500€ pro Auge)
Erstattung oberhalb der GoÄx
Keine „versteckten Selbstbehalte“x (Hilfsmittel nur in Standardausführung)✓  Erstattung von Hörhilfen auf 2.000€ p.a. je Ohr begrenzt✓  Erstattung von Hörhilfen auf 1.500 € p.a. je Ohr begrenzt✓ Erstattung von Hörhilfen auf 1.500 € p.a. je Ohr begrenzt

PKV-Premium Krankenhaus-Leistungen im Vergleich

Leistung/VersichererARAGBarmeniaBBKKContinentaleDebeka
Zielerfüllung4/66/66/65/63/6
1-oder 2-Bett und wahlärztliche Leistung
Privatkliniken
Abrechnung oberhalb der GoÄx
Gezielte Behandlung im Auslandx
Rehabilitation (ambulant und stationär)xxX (ambulante Rehabilitation nicht erstattungsfähig)
Entwöhnungsmaßnahmenx

PKV-Premium Zahn-Leistungen im Vergleich

Leistung/VersichererARAGBarmeniaBBKKContinentaleDebeka
Zielerfüllung4/44/44/42/43/4
Keine unüblichen Beschränkungen
Erstattung oberhalb der GoZx
Mind. 90% Erstattung für ZahnersatzX -85%
Zahnstaffel max. 3 JahreX (6 Jahre)

Leistungen nach Ihren Fachbereichen

Um Ihnen einen besseren Überblick über die am meisten genutzten Leistungen zu verschaffen, möchten wir Ihnen gerne noch die einzelnen Leistungsbereiche näher vorstellen.

In der Krankenversicherung unterscheidet man drei große Bereiche: 

  • Ambulant
  • Stationär
  • Zahn

Ambulant

  • Ambulante Behandlungen (mit und ohne Primärarztprinzip)
  • Vorsorgeuntersuchungen
  • Arznei-und Verbandmittel
  • Heilmittel (Logotherapie, Krankengymnastik, Ergotherapie ..)
  • Hilfsmittel (Hörgerät, Rollstuhl, Krücken, Blindenhund …)
  • Sehhilfen (Brillengestell, Brillengläser und Kontaktlinsen)
  • Heilpraktiker
  • Naturheilverfahren
  • Psychotherapie ambulant
  • Ambulante Transportkosten
  • Schutzimpfungen (in-und Auslandsimpfungen)
  • Häusliche Krankenpflege
  • Hospizleistungen ambulant

Stationär

  • Stationäre Unterbringung (Ein-Zweibett, Mehrbett)
  • Stationäre Behandlung (Stationsarzt oder Privatarzt)
  • Privatkliniken
  • Psychotherapie stationär
  • Gemischte Anstalten
  • Stationäre Transportkosten
  • Ambulante Operationen
  • Vor-und Nachbehandlungen
  • Hospizleistungen stationär

Zahn

  • Zahnbehandlungen
  • Zahnersatz
  • Implantate
  • Inlays
  • Kieferorthopädie

Welche Leistungen werden häufig in Anspruch genommen?

  • Primärarztprinzip (Hausarztprinzip)
  • Ambulante Behandlungen
  • Arzneimittel
  • Heilmittel
  • Hilfsmittel 
  • Zahnersatz-und Zahnbehandlung
  • Allgemeine Krankenhausleistungen + 1 -2 Bett + Chefarzt

Leistungspunkte in der Analyse

Um Ihnen den Vergleich der einzelnen privaten Krankenversicherungs-Tarife zu erleichtern, möchten wir Ihnen gerne einen Überblick über die am häufigsten nachgefragten Leistungspunkte verschaffen.

Hausarztprinzip

Bei Tarifen mit Primärarztprinzip (Hausarztprinzip) sollte die Erstbehandlung unbedingt durch einen Arzt für Allgemeinmedizin erfolgen, da Sie ansonsten einen Teil der Behandlungskosten selbst zu tragen haben. 

Wie hoch der Eigenanteil ist, hängt stark vom jeweiligen Tarif ab. 

In der Regel beträgt der Eigenanteil bei Nichteinhaltung des Primärarztprinzips 20-30%. Grundsätzlich von dieser Regelung ausgenommen sind Zahnärzte, Augenärzte, Frauenärzte sowie Kinderärzte und Not-Bereitschaftsärzte.

Pro

  • Verhindert Ärzte-Hopping
  • Erkennt Gemeinsamkeiten von Krankheiten in unterschiedlichen Fachrichtungen

Kontra

  • Erhöhter Zeitaufwand
  • Verspätete Überweisung an Spezialisten

Arzneimittel

Die Private Krankenversicherung erstattet Ihnen im tariflichen Umfang Kosten für Arzneimittel, wenn die Arzneimittel medizinisch notwendig sind. Viele Tarife erstatten auch Sondennahrung, wenn die Nahrungsaufnahme auf natürlichem Weg nicht möglich ist.

Das Rezept und gegebenenfalls die Quittung reichen Sie bei Ihrer privaten Krankenversicherung zur Kostenerstattung ein. Gerne unterstützen wir Sie bei der Abwicklung der Rechnungserstattung. Viele Tarife erstatten zunächst nur Generika.

Es ist gewissermaßen eine „Kopie“ eines Medikaments, welches Sie unter einem bekannten Markennamen schon kennen. Der Vorteil bei einem Generikum ist, dass es deutlich günstiger ist, da die Kosten für die Forschung entfallen.

Krankenhaus und Privatkliniken

In den Basistarifen (ohne Ergänzungstarife) sind Sie in der Regel genauso abgesichert, wie in der gesetzlichen Krankenversicherung. Das heißt, Sie haben Anspruch auf das Mehrbettzimmer und den Stationsarzt. In den Premiumtarifen haben Sie folgende Leistungen im Krankenhaus inkludiert:

  • Unterbringung im Ein- oder Zweibettzimmer,
  • Chefarztbehandlung bzw. freie Arztwahl,
  • Gebührenordnung ohne Begrenzung der Höchstbeiträge
  • Anspruch auf Privatkliniken

Keine Begrenzung der Zahnstaffel

Die meisten Tarife begrenzen Ihre Zahnleistungen in den ersten Jahren durch einen gewissen Maximalbetrag. So kann es sein, dass bei einem Komforttarif die Erstattungen im Zahnbereich auf max. 5.000€ über die gesamte Versicherungsdauer begrenzt sind. Premiumtarife zeichnen sich dadurch aus, dass die Zahnstaffel ab einem gewissen Versicherungsjahr komplett entfällt und somit die Erstattungen im Zahnbereich keine Summenbegrenzung mehr aufweisen.

Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ)

Die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) regelt die Abrechnung der ärztlichen Leistungen in Deutschland. Die Vorschriften der GOÄ richtet sich an Privatpatienten. Nach der GOÄ stehen einem Arzt für die Behandlung Gebühren, Entschädigungen (Wegegeld, Reiseentschädigung) und Ersatz von Auslagen als Vergütung zu.

Ist eine Behandlung überdurchschnittlich aufwändig, kann auch der Regelhöchstsatz von 2,3 überschritten werden. Mit einer schriftlichen Begründung darf der Arzt die GOÄ-Ziffern bis zum 3,5 fachen Satz der GOÄ hebeln. Der Privatpatient bezahlt die Rechnung des Arztes zuerst selbst und reicht sie dann bei seiner privaten Krankenversicherung ein. Diese erstattet ihm dann seine Vorleistungen zurück. Die Rechnung an den Privatpatienten erstellt der Arzt basierend auf der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

Die Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) ist eine deutsche Rechtsverordnung, die die Vergütung von zahnärztlichen Leistungen regelt. Über die GOZ werden alle zahnmedizinischen Leistungen abgerechnet, die nicht über die gesetzlichen Krankenkassen abgerechnet werden können.

Testberichte private Krankenversicherung

Unternehmen wie Stiftung Warentest bewerten in regelmäßigen Abständen die Tarife der privaten Krankenversicherung. Sicherlich bieten die Auswertungen eine Orientierung, sollten aber keineswegs als Grundlage für Ihre Entscheidung dienen. Jede Entscheidung ist von Kunde zu Kunde unterschiedlich und bedarf vieler Einflussfaktoren.

Leider mussten wir in der Vergangenheit immer wieder feststellen, dass viele im Test gemachte Angaben für den Kunden sehr verwirrend sind. So werden zum Beispiel Krankentagegeldtarife für Angestellte auch für Selbständige pauschal mit aufgelistet.

Interessant ist zum Beispiel auch der Zeitpunkt der Auswertung bzw. die Veröffentlichung der Stiftung Warentest Berichte zum Vergleich der privaten Krankenversicherung. Beitragsanpassungen bei den einzelnen Gesellschaften erfolgen, mit Ausnahme von ein paar wenigen immer zum 01.01. des Folgejahres.

Warum veröffentlicht Stiftung Warentest einen Beitrag mit der Ausweisung der monatlichen Zahlbeiträge (Stand August) im November? Somit sind die Beiträge, welche eine große Einflussgröße bei der Bewertung von Stiftung Warentest spielen, für die Kunden in zwei Monaten schon gar nicht mehr aktuell und verfälschen somit das Gesamtergebnis.

Dies hat nur einen Hintergrund. Soviel Auflage wie möglich zu verkaufen, da sich viele Kunden in dieser Zeit für eine private Krankenversicherung interessieren. Eine preisorientierte Bewertung sollte für Sie als Kunde zudem keine Antwort auf den passenden Tarif sein. Einflussgrößen wie Bilanzkennzahlen der Versicherer, Beitragsstabilität und Tarifgestaltung spielen zudem eine sehr große Rolle bei der Wahl des richtigen Tarifs.

Was ist bei der Wahl der Krankenversicherung zu beachten?

Unternehmenskennzahlen sollten bei einem Vergleich der privaten Krankenversicherungen immer verglichen werden, um bei der Wahl der richtigen Krankenversicherung langfristig keinen Fehler zu begehen.

In Zeiten niedriger Zinsen, steigenden Krankheitskosten und längerer Lebenserwartung spielt die Finanzstärke der Krankenversicherungsgesellschaften eine immer wichtigere Rolle. Wir möchten Ihnen daher einige wichtige Bilanzkennzahlen etwas näher erläutern.

AG ist nicht gleich a.G.

Ein Blick auf die Rechtsform einer Versicherung zeigt, wie die erwirtschaften Gewinne einer Gesellschaft verwendet werden. Dabei gibt es bedeutende Unterschiede zwischen der bekannteren Aktiengesellschaft (AG) und dem Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit (WaG). Die Krankenversicherungsgesellschaften am deutschen Markt teilen sich auf Aktiengesellschaften und Versicherungsvereine a.G.

Im Versicherungsverein ist der Versicherungsnehmer zugleich Vereinsmitglied.

Damit sind die Versicherten gleichzeitig Eigentümer des Unternehmens und profitieren ohne Dividendenausschüttung an Dritte vom Ergebnis Ihrer Gesellschaft. Alle Überschüsse des Vereins gehören den Mitgliedern des Vereins. Zudem weisen Versicherungsverein in aller Regel geringere Kostenquoten als Aktiengesellschaften aus.

RfB-Quote (Rückstellungen für Beitragsrückerstattungen)

Diese Quote bringt zum Ausdruck, in welchem Umfang bezogen auf die Beitragseinnahmen in einem Unternehmen zusätzliche Mittel für Beitragsentlastungen oder für Barausschüttungen in der Zukunft zur Verfügung stehen. Unter Beitragsentlastungen sind folgende Maßnahmen zu verstehen: 

  • Beitragsreduzierungen 
  • Milderung von Beitragsanpassungen 
  • Finanzierung von Mehrbeiträgen in Verbindung mit Leistungserhöhungen.

Wird die alternative Barausschüttung vorgesehen, so kommt sie grundsätzlich für Versicherte in Betracht, die keine Leistung in Anspruch genommen haben. Die Höhe kann nach der Anzahl der schadenfreien Jahre gestaffelt sein.

Eigenkapitalquote

Die PKV-Unternehmen müssen zur Sicherstellung der dauernden Erfüllbarkeit der Verträge ausreichendes Eigenkapital bilden. Das Eigenkapital dient somit dem Unternehmen zum Ausgleich kurzfristiger Verluste. 

Die Eigenkapitalbildung ist nach § 53c VAG gesetzlich vorgeschrieben.

Dabei kann eine Eigenkapitalquote unter fünf Prozent als problematisch angesehen werden. 

Nettoverzinsung

Diese Kennzahl gibt an, welche Verzinsung ein Unternehmen aus den Kapitalanlagen erzielt. Die Nettoverzinsung berücksichtigt sämtliche Erträge und Aufwendungen aus Kapitalanlagen. Einbezogen sind damit auch die Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen sowie die Abschreibungen auf Wertpapiere, Investmentanteile sowie Grundbesitz.

Schadenquote

Diese Quote zeigt auf, in welchem Umfang die Beitragseinnahmen unmittelbar in Versicherungsleistungen und Alterungsrückstellungen fließen. Der Schadenaufwand umfasst dabei nicht nur die Aufwendungen für gegenwärtige Erstattungsleistungen, sondern auch die Zuführungen zu den Rückstellungen für das mit dem Alter wachsende Risiko (kurz: Alterungsrückstellungen).

Unsere Empfehlung

Für einen Vergleich der privaten Krankenversicherung empfehlen wir immer Kontakt mit einem Versicherungsmakler aufzunehmen. Versicherungsmakler sind an keine Versicherungsgesellschaft gebunden und können somit alle Krankenversicherungen unabhängig miteinander vergleichen und Ihnen anhand Ihrer Kriterien die beste Auswahl im Details gegenüberstellen.

Gerne erstellen wir Ihnen unter Berücksichtigung aller dargestellten Faktoren einen unverbindlichen und kostenlosen Markt- und Tarifvergleich für Sie!

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Wir freuen uns auf Ihren Anruf oder Ihre Kontaktaufnahme

Ihr PKV-Welt Team.