Kostenfreies Beratungsgespräch mit unseren Experten → mehr erfahren

In die private Krankenversicherung wechseln: Tipps vom Experten

Ein Wechsel von der GKV in die PKV kann bessere Leistungen ermöglichen. Er rechnet sich aber nur mit einem passenden Tarif. In diesem Beitrag erfahren Sie, wer wechseln darf und wann es sinnvoll ist. Sie bekommen eine klare Reihenfolge für den Wechsel. So vermeiden Sie typische Fehler.

Tim Bökemeier
|
Die besten PKV-Tarife
Gratis Beratungstermin
In private Krankenverssicherung wechseln

Das Wichtigste auf einen Blick

  • Nicht jeder kann in die PKV wechseln, für Angestellte gibt es eine Einkommensgrenze. Andere Berufsgruppen können frei wählen.
  • Ob die private oder die gesetzliche Krankenversicherung besser geeignet ist, hängt insbesondere vom Eintrittsalter, der Gesundheit dem finanziellen Spielraum und der Familienplanung ab.
  • Insbesondere für Menschen mit hohem Einkommen, Beamte und Mitglieder des Versorgungswerks ist die PKV in aller Regel eine vorteilhafte Variante – günstigere Beiträge und bessere Leistungen.
  • Hohen Beiträgen im Alter kann durch Altersrückstellungen und Tarifoptimierung entgegengewirkt werden.
  • Für einen Wechsel in die private Krankenversicherung ist es notwendig, den Bedarf und die finanzielle Situation zu ermitteln, um geeignete Tarife zu finden. Vor der Aufnahme ist eine Gesundheitsprüfung erforderlich, die sich auf die Beiträge auswirken kann.
  • Unsere Experten unterstützen Sie bei allen Fragen, begleiten Sie durch den Prozess und helfen Ihnen, den für Sie passenden Tarif zu finden.

Haben Sie Fragen? Nehmen Sie gerne Kontakt auf!

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Wer kann in die PKV wechseln?

Wenn Sie in die private Krankenversicherung wechseln möchten, sollten Sie zunächst prüfen, ob dies für Sie möglich ist. Denn nicht jeder kann von der GKV in die PKV wechseln, für verschiedene Berufs- und Personengruppen gelten besondere Aufnahmekriterien.

Angestellte

Als Angestellter können Sie in die PKV wechseln, wenn Ihr regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt über der JAEG liegt.
JAEG 2026: 77.400 Euro brutto pro Jahr (6.450 Euro brutto pro Monat). 
In die Berechnung zählen vor allem fest vereinbarte Gehaltsbestandteile, zum Beispiel Grundgehalt, Urlaubs- und Weihnachtsgeld sowie vermögenswirksame Leistungen. 
Wichtig ist die Prognose: Das Einkommen muss voraussichtlich auch in den nächsten 12 Monaten darüber liegen.
Steigt Ihr Gehalt erst im laufenden Jahr über die Grenze, werden Sie in der Regel zum 1. Januar des Folgejahres versicherungsfrei. 

Leitfaden für Angestellte: Das Wichtigste zur PKV

⭐Grundlagen: Voraussetzungen, Kosten & Co. ⭐ Insidertipps aus über 10 Jahren Erfahrung ⭐ Die besten Tarife für Angestellte

PDF kostenlos herunterladen

Selbstständige

Sind Sie hauptberuflich selbstständig, können Sie grundsätzlich frei zwischen GKV und PKV wählen. Ausnahme: In der Künstlersozialkasse besteht meist Versicherungspflicht in der GKV. Ein Wechsel in die PKV ist dort häufig erst möglich, wenn das Einkommen über der Versicherungspflichtgrenze liegt.

Beamte

Beamte können grundsätzlich zwischen GKV und PKV wählen. 
In vielen Fällen ist die klassische Beihilfe auf die Kombination mit einer Restkosten-PKV zugeschnitten.

Einige Dienstherren bieten zusätzlich eine pauschale Beihilfe zur GKV. Das sollten Sie vor der Entscheidung prüfen. 
Wenn Sie in die PKV gehen, brauchen Sie meist eine Restkostenversicherung als Ergänzung zur Beihilfe.

Studierende

Studierende können sich zu Studienbeginn für die PKV entscheiden. 
Dafür lassen Sie sich in der Regel von der studentischen GKV-Versicherungspflicht befreien.
Diese Befreiung gilt dann für die Dauer des Studiums. 
Prüfen Sie außerdem, ob eine Familienversicherung bis 25 möglich ist. Das kann günstiger sein.

Wer sollte in PKV wechseln?
Rawpixel.com – stock.adobe.com

Wer sollte in die PKV wechseln?

Der Wechsel in die private Krankenversicherung bringt für einige Personengruppen erhebliche Vorteile, aber nicht für alle. Wir stellen hier einige Situationen vor, in denen die PKV viele Vorteile bietet. Sollten Sie sich hier wiederfinden, ist ein Wechsel für Sie wahrscheinlich vorteilhaft.

  • Hohe Einkommen: Wer gut verdient, zahlt in der GKV oft hohe Beiträge, weil diese einkommensabhängig sind. 
    In der PKV richtet sich der Beitrag dagegen vor allem nach Alter, Gesundheitszustand und Tarif. 
    Für Gutverdiener kann das finanziell attraktiv sein. Es ist aber nicht automatisch günstiger.
  • Individueller Leistungsbedarf: Wenn Ihnen bestimmte Leistungen wichtig sind, kann die PKV Vorteile bieten. 
    Dazu zählen zum Beispiel Zahnreinigung, Sehhilfen, Heilpraktiker oder Chefarztbehandlung
    Wichtig ist, dass der Tarif die Leistungen so absichert, wie Sie sie wirklich nutzen möchten.
  • Mitglieder von Versorgungswerken: Wenn Sie im Versorgungswerk sind, spielt die Krankenversicherung in der Rentenphase eine große Rolle. 
    In der PKV bleibt der Beitrag grundsätzlich unabhängig davon, ob Sie neben der Rente weitere Einkünfte haben. 
    In der GKV können je nach Versicherungsstatus auch weitere Einnahmen (Mieterträge, Kapitalerträge etc.) beitragspflichtig sein. 
  • Keine Familie geplant: Wer Familie plant, sollte besonders genau rechnen.
    In der PKV braucht jede Person in der Regel einen eigenen Vertrag.
    In der GKV ist eine beitragsfreie Familienversicherung unter Voraussetzungen möglich.
    Wenn Sie dauerhaft ohne Familienversicherung planen, kann die PKV finanziell besser passen.
  • Einstiegsalter & Gesundheitszustand: Der Beitrag hängt in der PKV auch von Alter und Gesundheit ab.
    Vorerkrankungen können zu Zuschlägen oder Leistungsausschlüssen führen.
    Bereiten Sie die Gesundheitsangaben sorgfältig vor.
    Sammeln Sie Diagnosen, Behandlungen und Medikamente der letzten Jahre.
    Eine anonyme Voranfrage hilft, Optionen realistisch einzuschätzen.

Falls Sie einen Wechsel in Betracht ziehen und Tarife vergleichen möchten, empfehlen wir Ihnen abschließend noch einen Tipp: immer die Nettoersparnis betrachten! Mehr dazu im Video.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Wer sollte besser in der GKV bleiben?

  • Personen mit schwankendem Einkommen oder ohne finanzielle Rücklagen sollten eher in der GKV bleiben, da die PKV-Beiträge einkommensunabhängig sind und dann potenziell belastend sein können.
  • Wer keine klare Finanzierungsstrategie für die PKV-Beiträge im Alter hat oder zu spät in die PKV eintritt, um von Altersrückstellungen zu profitieren, findet in der GKV eine finanziell sicherere Option.
  • Familien mit Kindern profitieren von der beitragsfreien Mitversicherung in der GKV, die die PKV nicht bietet. Allerdings sind Tarife für Kinder sehr günstig, bei hohen Einkommen rechnet es sich häufig trotzdem auch finanziell.
  • Auch Personen mit Vorerkrankungen oder höherem Eintrittsalter sind in der GKV oft besser aufgehoben, da sie dort nicht mit Risikozuschlägen oder Leistungsausschlüssen konfrontiert werden. Beim Wechsel in die private Krankenversicherung ist eine Gesundheitsprüfung notwendig. Sollten dabei Vorerkrankungen oder Risiken festgestellt werden, führt dies zu Risikozuschlägen oder sogar einer Ablehnung.
Wechsel in die PKV
Coloures-Pic – stock.adobe.com

Wechsel in die PKV: Schritt für Schritt

Ein Wechsel in die PKV ist eine Entscheidung für viele Jahre. Gehen Sie am besten in einer festen Reihenfolge vor.
Kündigen Sie die GKV erst, wenn die PKV den Versicherungsschutz bestätigt hat.

  1. Aufnahmekriterien: Prüfen Sie zuerst, ob Sie in die PKV wechseln dürfen und ab wann das möglich ist. 
    Als Angestellter zählt Ihr regelmäßiges Jahresarbeitsentgelt und eine Prognose, ob es die JAEG übersteigt. 
    In laufender Beschäftigung beginnt die Versicherungsfreiheit wegen Überschreitens der JAEG grundsätzlich zum 1. Januar. 
    Unabhängig davon entscheidet bei der PKV zusätzlich die Gesundheitsprüfung über Annahme und Beitrag.
  2. Bedarfsanalyse: Definieren Sie, welche Leistungen Ihnen wirklich wichtig sind.
    Denken Sie dabei an ambulant, stationär und Zahn, plus sinnvolle Extras.
    Legen Sie auch Budget, Selbstbehalt und einen finanziellen Puffer fest.
    Beziehen Sie Ihre Familienplanung und die Beitragsphase im Alter in die Entscheidung ein.
  3. Informieren: Informieren Sie sich zuerst über die Grundlagen der PKV. 
    Klären Sie die wichtigsten Stellschrauben. Das sind Selbstbehalt, Leistungsniveau und Krankentagegeld.
    Prüfen Sie außerdem, ob ein späterer Wechsel zurück in die GKV realistisch wäre.
  4. Beratung: Holen Sie sich Beratung von einem Makler, der auf PKV spezialisiert ist. 
    So vermeiden Sie Tarife, die in Ihrer Situation nicht passen.
    Eine anonyme Voranfrage zeigt vorab, wie Versicherer Ihre Gesundheit einstufen.
  5. Angebote einholen: Holen Sie Angebote ein und vergleichen Sie nur Tarife mit gleicher Zielrichtung. 
    Prüfen Sie dabei drei Punkte besonders: ambulant, stationär und Zahn.
    Achten Sie zusätzlich auf Selbstbehalt, Erstattungssätze und mögliche Leistungsausschlüsse.
  6. Kündigung GKV: Klären Sie die Kündigungsfrist Ihrer Krankenkasse.
    In der Regel sind es zwei volle Monate zum Monatsende. 
    Die Kündigung wird erst wirksam, wenn Sie eine Anschlussversicherung nachweisen. 
    Fordern Sie dafür frühzeitig eine Versicherungsbestätigung Ihrer PKV an.
  7. PKV-Antrag stellen: Stellen Sie den Antrag erst, wenn Tarif und Startdatum feststehen.
    Beantworten Sie die Gesundheitsfragen vollständig und exakt.
    Der Versicherungsschutz beginnt erst nach Annahme durch den Versicherer.
    Wählen Sie den Beginn so, dass keine Lücke entsteht.
  8. Kündigungsbestätigung vorlegen: Ihre neue private Krankenversicherung kann von Ihnen die Vorlage einer Kündigungsbestätigung bzw. die Bescheinigung über die Vorversicherungszeiten Ihrer bisherigen gesetzlichen Krankenkasse verlangen.
  9. Beginn des Versicherungsschutzes abwarten: Der Versicherungsschutz in der privaten Krankenversicherung beginnt in der Regel am ersten Tag nach dem Ende der gesetzlichen Krankenversicherung. Achten Sie darauf, dass keine Versicherungslücke entsteht.

Wenn Sie wissen möchten, ob ein Wechsel für Sie sinnvoll ist, lassen Sie Ihre Situation prüfen.
Wir sind auf die private Krankenversicherung spezialisiert und unterstützen Sie bei Tarifauswahl und Wechselablauf.
Auf Wunsch stellen wir für Sie eine anonyme Voranfrage, damit Sie vorab wissen, wie Versicherer Ihre Angaben bewerten.Nehmen Sie Kontakt mit uns auf.

Tipps & Hintergründe

Wenn absehbar ist, dass Sie später (wieder) in die PKV wollen, kann eine Anwartschaft sinnvoll sein. Sie sichern sich damit den Wiedereinstieg zu vereinbarten Konditionen, oft ohne erneute Gesundheitsprüfung. 
Wichtig: Während der Anwartschaft erhalten Sie keine PKV-Leistungen und brauchen eine anderweitige Absicherung. 

Bei schweren Vorerkrankungen kann der Versicherer Zuschläge verlangen, Leistungen ausschließen oder den Antrag ablehnen. 
Bereiten Sie Ihre Gesundheitsangaben deshalb strukturiert vor, am besten mit Arztunterlagen und einem klaren Zeitstrahl. 
Sinnvoll ist oft eine anonyme Risikovoranfrage, damit Sie vor dem Antrag wissen, welche Annahmebedingungen realistisch sind.

Der Weg zurück in die GKV hängt von Ihrem Status und Ihrem Alter ab. 
Als Angestellter werden Sie meist erst wieder GKV-pflichtig, wenn Ihr regelmäßiges Einkommen unter die JAEG fällt. Selbstständige brauchen dafür in der Regel eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung
Ab 55 ist die Rückkehr stark eingeschränkt, weil § 6 Abs. 3a SGB V in vielen Fällen eine Versicherungspflicht verhindert. In einzelnen Konstellationen kann eine Familienversicherung nach § 10 SGB V eine Option sein, wenn alle Voraussetzungen erfüllt sind. 

Prüfen Sie Ihren PKV-Schutz regelmäßig.
Lebenssituation und Leistungsbedarf ändern sich.
Ein Tarifwechsel kann Beiträge senken oder Leistungen besser passend machen.
Wichtig ist, dass Selbstbehalt, Erstattung und Budget weiterhin zu Ihnen passen.

Weiterlesen, wenn Sie tiefer einsteigen möchten:

  • Wechsel von privater Krankenversicherung in gesetzliche: Voraussetzungen und Tipps
  • Private Krankenversicherung Anbieter wechseln: Wann es sinnvoll ist und was es zu beachten gibt
  • Tarifwechsel innerhalb der privaten Krankenversicherung: Das gilt es zu beachten
Jetzt Expertenberatung anfordern

Wir sind zu 100 % auf private Krankenversicherungen spezialisiert und stellen für Sie eine anonyme Anfrage bei allen Versicherern - so erhalten Sie das beste Angebot am Markt.

Unverbindlich Kontakt aufnehmen
Letztes Update: März 6, 2026
PKV-Welt 181 Bewertungen auf ProvenExpert.com