Die Homotoxikologie geht auf Hans-Heinrich Reckeweg zurück und versteht Krankheit als Auseinandersetzung des Körpers mit Giftstoffen, den Homotoxinen. Behandelt wird mit Komplexmitteln, also festen Kombinationen mehrerer homöopathischer Bestandteile, die nach Indikation eingesetzt werden. Fachgesellschaften wie die IGAH bündeln die Richtung. Für Patienten ist der praktische Unterschied zur klassischen Homöopathie spürbar. Es gibt keine stundenlange Erstanamnese, sondern indikationsbezogene Präparate.
Tariflich ändert die Theorie wenig. Die antihomotoxische Therapie wird wie ein Naturheilverfahren behandelt, das die meisten Tarife über den Baustein für Alternativmedizin abdecken. Beim Arzt mit entsprechender Ausrichtung läuft die Behandlung über die Gebührenordnung für Ärzte, beim Heilpraktiker über den Baustein mit Erstattungsquote und Jahreshöchstbetrag, häufig 1.000 bis 3.000 € für alle Naturheilverfahren zusammen.